Torhüter bleibt bis 2016

Dortmund verlängert Vertrag mit Weidenfeller

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Roman Weidenfeller bleibt der Borussia treu.

Dortmund - Zur Abwechslung gibt es wieder positive Personalnachrichten aus Dortmund. Nach dem vieldiskutierten Abgang von Mario Götze, verlängert nun Torhüter Weidenfeller seinen Vertrag.

Der Jungstar geht, der Routinier bleibt - Borussia Dortmund und Roman Weidenfeller setzen ihre Zusammenarbeit fort. Rund zwei Wochen nach den ersten vieldiskutierten Schlagzeilen über den im Sommer anstehenden Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern vermeldete der Champions-League-Finalist Positives. Zur Freude der Clubführung verlängerte der Torhüter seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2016. "Was beim BVB in den vergangenen Jahren entstanden und gewachsen ist, ist eine einzigartig positive Fußball-Geschichte, an der ich auch in Zukunft maßgeblich mitschreiben will", kommentierte Weidenfeller.

Der 33 Jahre alte Schlussmann gehört seit 2002 dem Dortmunder Kader an und ist damit neben Sebastian Kehl der dienstälteste BVB-Profi. Als großer Rückhalt trug er in den vergangenen Jahren zur Rückkehr des Revierclubs in die nationale und internationale Spitze bei. "Er ist ein außergewöhnlich starker Torhüter, der konstant Top-Leistungen zeigt und großen Anteil an den deutschen Meisterschaften 2011 und 2012 sowie am Einzug ins Finale der Königsklasse in der laufenden Saison hatte", lobte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Mit der Vertragsunterschrift des Schlussmanns gelang es der Borussia, einen weiteren Leistungsträger längerfristig an den Verein zu binden. Auch von Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan, dessen Vertrag 2015 ausläuft, gab es zuletzt positive Signale. Mit dem Nationalspieler soll in den kommenden Wochen eine Einigung erzielt werden. Die Zusage fiel Weidenfeller nach eigener Aussage nicht besonders schwer: "Ich habe nie an einen Wechsel zu einem anderen Club gedacht."

Dagegen bleibt die Zukunft von Robert Lewandowski weiter offen. Noch ist unklar, ob der polnische Torjäger bereits in diesem Sommer für eine hohe Transfersumme wechselt oder im nächsten Sommer ablösefrei geht. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erwartet bis zum 15. Mai "ein werthaltiges Angebot", favorisiert aber einen Verbleib des Angreifers.

Trotz konstant guter Leistungen und einer überragenden Saison in der Champions League steht Weidenfeller bei Bundestrainer Joachim Löw nicht hoch im Kurs. Zum einen ist der BVB-Profi mittlerweile im fortgeschritteneren Torwartalter, zum anderen erfreut Löw die Spielweise der starken Konkurrenz mehr. Und doch spricht die Bilanz für die Klasse von Weidenfeller: Mit 1,10 Gegentoren ist er laut Opta-Datenbank der stärkste Bundesligakeeper mit mindestens 100 Spielen, der nie beim FC Bayern spielte.

dpa

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