Dortmund: Nur Remis gegen Kaiserslautern

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Das Tor das Japaners Shinji Kagawa (links) reichte nicht zum Sieg für Dortmund

Dortmund - Überraschung beim deutschen Meister: Nachdem Borussia Dortmund vor einer Woche gegen Mönchengladbach nur einen Punkt mitnahm, wiederholte sich dies nun auch gegen Kaiserslautern.

Die Dortmunder Fans zogen enttäuscht von dannen, die BVB-Profis fühlten sich einmal mehr vorm Glück verlassen. Gleich dreimal waren sie beim 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern am Aluminium gescheitert. Anstatt fünf Tage nach der Europacup-Pleite gegen Olympique Marseille (2:3) einen versöhnlichen Jahresausklang vor eigenem Publikum zu feiern, gab es einen erneuten Rückschlag.

„Damit müssen wir leben, wir waren in den entscheidenden Szenen nicht konsequent genug und hatten sicherlich auch ein bisschen Pech“, sagte eine selbstkritischer Patrick Owomoyela, während die Lauterer nach dem Abpfiff mit ihren Fans feierten. Der deutsche Meister blieb seinerseits auf der Bundesliga-Bühne zwar auch in der zehnten Begegnung in Folge (sieben Siege) ohne Niederlage, ebnete jedoch mit dem Remis Bayern München den Weg zur Herbstmeisterschaft.

Die seit nummehr sechs Spielen sieglosen Pfälzer gehen als Tabellen-15. in das Hinrunden-Finale am kommenden Wochenende. Für den FCK traf Olcay Sahan (60.) mit seinem ersten Bundesligatreffer vor 80.720 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park zum Ausgleich, nachdem Shinji Kagawa den BVB in der 27. Minute in Führung geschossen hatte.

„Jetzt bekomme ich wohl bei meiner Mutter Hausverbot, denn sie ist BVB-Fan“, sagte der glückliche FCK-Torschütze nach dem Abpfiff, während sein Kapitän Christian Tiffert erklärte: „Wir sind für unseren Mut belohnt worden, hier treten sicher nicht alle Mannschaften so mutig auf. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“

Begünstigt wurde der Lauterer Erfolg sicher auch ein wenig vom Verletzungspech der Gastgeber. BVB-Trainer Jürgen Klopp musste im letzten Heimspiel des Jahres gleich auf fünf Spieler verzichten musste. Denn neben den verletzten Neven Subotic, Sven Bender, Sebastian Kehl und Moritz Leitner musste kurzfristig auch Torjäger Lucas Barrios wegen einer Grippe passen. Zudem saß der angeschlagene Nationalspieler Mario Götze zunächst nur auf der Bank.

Entsprechend schwer fand der BVB in die Begegnung, weil einige Automatismen nicht funktionierten. Außerdem versuchten die Pfälzer, den Spielaufbau der Borussen schon früh zu stören. In der Offensive sorgte der FCK allenfalls bei Standardsituationen annähernd für Gefahr. Für den ersten Warnschuss sorgte Florian Dick, dessen Freistoß (11.) aus 25 Metern Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller jedoch vor keine größeren Probleme stellte.

Die erste Chance für den BVB ergab sich in der 14. Minute, als Robert Lewandowski mit einem sehenswerten Seitfallzieher nur die Latte traf. Jene Szene wirkte wie der Startschuss für ein Powerplay. Fortan häuften sich die brisanten Situationen im und um den Lauterer Strafraum. Doch fehlte es dem BVB an der nötigen Durchschlagskraft gegen die dichte Gäste-Abwehr.

Für den erlösenden Führungstreffer sorgte schließlich Kagawa mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze. Mats Hummels hatte per Kopfball Sekunden vor dem Ende der ersten Häfte noch eine sehr gute Möglichkeit, das Ergebnis zu erhöhen.

Nach der Pause drängte der FCK mit seinen allerdings bescheidenen spielerischen Mitteln auf den schnellen Ausgleich, was den Dortmundern Räume zum Kontern eröffnete. In dieser Phase machte sich der personelle Aderlass in der Kreativ-Abteilung besonders nachteilig bemerkbar.

Als die Gastgeber auf den zweiten Treffer drängten, ging der Schuss nach hinten los, indem Sahan die Unbekümmertheit in der Dortmunder Abwehr mit einem Distanzschuss zum 1:1 nutzte. Die Borussen wehrten sich gegen den drohenden Punktverlust, und FCK-Torhüter Kevin Trapp rückte nicht nur beim Schuss des freistehenden Lewandowski (72.) verstärkt in den Blickpunkt. Kurz darauf traf Hummels nur das Aluminium, in der 82. Minute scheiterte der eingewechselte Götze ebenfalls an der Latte.

Dortmund hatte in den Innenveteidigern Mats Hummels und Felipe Santana seine besten Akteure. Auf Seiten der Gäste gefielen Torhüter Trapp und Abwehrspieler Rodnei.

sid

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