Dortmund erwirtschaftet Rekordgewinn

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BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke freut sich über den Rekordgewinn von Borussia Dortmund.

Dortmund - Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub Borussia Dortmund hat in der Meistersaison einen Rekordgewinn erzielt. In der kommenden Saison möchte der Deutsche Meister erneut schwarze Zahlen schreiben.

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010/2011 (30.6.) einen Überschuss von 5,4 (Vorjahr: Verlust 6,1) Millionen Euro bei einem Umsatz von 151,5 (Vorjahr: 110,1) Millionen Euro, wie der BVB am Montag in Dortmund mitteilte. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA verbuchte einen Gewinn von 9,5 Millionen Euro nach einem Minus von 2,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor. “Das ist in der 102-jährigen Geschichte von Borussia Dortmund das beste Ergebnis“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der geringere Gewinn im Konzern gegenüber der AG basiere auf höheren Abschreibungen für das Stadion, betonte Watzke. Eine Dividende stellte er trotz guter Zahlen nicht in Aussicht.

In der laufenden Saison will der BVB erneut schwarze Zahlen schreiben. Wenn nicht ganz große Erschütterungen einträten, werde der BVB nächstes Jahr wieder ein sehr ordentliches Ergebnis vorlegen können, sagte Watzke. Dazu sollen vor allem die Einnahmen aus der Champions League beitragen. Dabei werde der BVB auch künftig auf junge Spieler setzen.

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Der BVB konnte zuletzt in allen wichtigen Bereichen die Einnahmen steigern. So nahm der Konzern im Bereich Werbung und Sponsoring sowie in der Fernsehvermarktung jeweils 11 Millionen Euro mehr ein. Im Spielbetrieb kamen 4,3 Millionen Euro und im Merchandising 5,7 Millionen Euro hinzu. Nach der Teilnahme in der Europa League hat sich der BVB für die laufende Saison für die Champions League qualifiziert. Zum Saisonende will sich Borsussia erneut für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. 60 Punkte plant der BVB dazu ein.

Den Schuldenberg von zuletzt 59 Millionen Euro verringerte der Verein um 3 Millionen auf 56 Millionen Euro. Und der Schuldenabbau werde weiterbetrieben, versprach Watzke. Die Nettoverschuldung liege bereits unter 40 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag 30. Juni hätten noch 19 Millionen Euro Forderungen angestanden, zum Großteil Transferbeträge. Real Madrid habe die Ablösesumme für Nuri Sahin kurz nach dem Bilanzstichtag beglichen. Watzke verwies beim Wert des Vereins zudem auf stille Reserven. So stehe die Mannschaft mit 19 Millionen Euro Anlagevermögen in der Bilanz. Auf dem Transfermarkt liege der Wert im dreistelligen Millionenbereich.

Die Personalausgaben im Lizenzspielerbereich bezifferte Watzke auf 43 Millionen Euro. Ursprünglich seien 34,5 Millionen Euro angesetzt worden. Durch Prämien sei die Summe gestiegen.

dpa

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