Dumm gelaufen

BVB-Dopingsünder bei Werbe-Aktion vergessen

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Ibrahim Tanko wurde 2000 wegen Dopings gesperrt.

Dortmund - Der Warenhauskonzern Karstadt nutzt den Dopingskandal um Radprofi Lance Armstrong als Marketing-Gag - und vergisst dabei einen Sünder ausgerechnet bei seinem Werbepartner Borussia Dortmund.

 „Das einzige Gelbe Trikot, das frei von Doping-Vorwürfen ist“, prangt über einem Trikot von Borussia Dortmund. So zeigt es ein Plakat auf der Facebook-Seite des Unternehmens - eine Anspielung an das Leadertrikot der Tour de France. Doch gerade der deutsche Meister und Pokalsieger beklagte vor rund zwölf Jahren einen der wenigen aufgedeckten Dopingfälle des deutschen Profifußballs.

Am 29. November 2000 wurde der ghanaische Nationalspieler Ibrahim Tanko nach dem DFB-Pokalspiel des BVB bei Schalke 04 positiv auf Tetrahydrocannabinol (THC) getestet. Tanko räumte vor dem DFB-Sportgericht Tage zuvor bei einer Hochzeitsfeier in Holland zwei- bis dreimal an einer Marihuana-Zigarette gezogen zu haben. Der Stürmer wurde daraufhin mit einer Sperre von vier Spielen und einer Geldstrafe von 15 000 Mark belegt. Dortmund kündigte Tanko fristlos den Vertrag, er wechselte wenige Zeit später zum SC Freiburg und saß dort die Sperre ab. Ein Karstadt-Sprecher sagte, zu dem Widerspruch bei dem Marketing-Gag könne man im Moment nichts sagen. Karstadt Sports ist einer der kleineren Werbepartner des Meisters.

dpa

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