Donovan freut sich auf Klinsmann

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Landon Donovan (vorn l.) kennt Jürgen Klinsmann vom FC Bayern

Berlin - US-Rekordtorschütze Landon Donovan freut sich, unter  Jürgen Klinsmann zu trainieren und nennt eine der guten Eigenschaften des Ex-Bundestrainers.

Ich habe den Vorteil, dass ich schon einmal für Jürgen bei Bayern München gespielt habe“, sagte Donovan “ESPNLosAngeles.com“. Eine der guten Eigenschaften des Deutschen sei seine positive Energie. “Er sorgt für Spannung und gute Energie. Das ist wirklich hilfreich für unsere Männer“, sagte Donovan, dessen Verein LA Galaxy ihn 2009 an den deutschen Rekordmeister verlieh.

Der US-Fußballverband hatte am Freitag auf seiner Webseite bekannt gegeben, dass Klinsmann neuer Nationaltrainer der USA wird. “Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte Klinsmann. Einen Tag zuvor war Vorgänger Bob Bradley von seinen Aufgaben als Nationaltrainer entbunden worden. Klinsmann ist damit der 35. Trainer der Fußballnationalmannschaft der USA. Sein Debüt gibt der 46-Jährige am 10. August gegen Mexiko in Philadelphia.

LA-Galaxy-Coach und Ex-Nationaltrainer Bruce Arena verteidigte die Arbeit seines Nachfolgers Bradley. Einheimische Trainer seien immer der Sündenbock, sagte Arena. “Aus irgendeinem Grund denken alle immer, ausländisch sei besser. Und im Fall von Jürgen macht dieser hoffentlich einen guten Job.“ Auch wenn Klinsmann in Huntington Beach leben und Kalifornien seit mehr als einem Jahrzehnt seine Heimat nennen würde, mache das aus ihm noch keinen von ihnen, sagte Arena. “Aber er kommt dem nahe - und jetzt werden wir ihn unterstützen, wo wir nur können.“

Der frühere US-Verteidiger Alexi Lalas rechnet mit einem Energieschub für das US-Team, aber erwartet keine Wunderdinge: “Es wird nicht so sein, dass, nur weil Jürgen Klinsmann Trainer ist, uns auf einmal ein amerikanischer Lionel Messi in den Schoß fällt.“ Lala sagte der Online-Ausgabe der “USA Today“: “Die Spieler sind, was sie sind.“ Klinsmanns Aufgabe sei es, den richtigen Mix aus Spielern zu finden, sagte Lalas. “Für die erfahrenen Veteranen des Nationalteams wird das Motivation sein - und vielleicht ein Tritt in den Hintern.“

dapd

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