Ex-Nationaltrainer attackiert FCB-Profi

Domenech: "Hätte Ribéry gerne aufgehängt"

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Raimond Domenech hat seinen Ex-Schützling und Bayern-Profi Franck Ribéry scharf attackiert.

Paris - Der frühere französische Nationaltrainer Raymond Domenech hat seinen Landsmann und Ex-Schützling Franck Ribéry scharf attackiert. Er tritt in einem Buch auch gegen den Bayern-Profi nach.

Frankreichs ehemaliger Nationaltrainer Raymond Domenech hat Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribery mit harschen Worten kritisiert und als „empfindliche Diva“ bezeichnet. „Für all das, wofür Ribery stand, hätte ich ihn gerne aufgehängt“, schreibt der 60-Jährige in seinem Buch „Tout Seul“ (Ganz Allein). Neben Ribery greift Domenech in seinem Werk, das am Mittwoch erscheint und auf Tagebucheinträgen basiert, auch Nicolas Anelka, Samir Nasri oder Karim Benzema an. Der Nachrichtenagentur AFP lag bereits am Montag ein Vorabexemplar vor.

In einem Auszug aus dem September 2009 heißt es, dass Ribery die Mannschaft mit seiner divenhaften Einstellung vergifte. Zugleich bemängelte Domenech, der Frankreich zwischen 2004 und 2010 trainiert hatte, die vermeintlich fehlende Kollegialität des Bundesliga-Profis. „Als ich ihm danken wollte, zeigte er mir die kalte Schulter, zog seinen Arm weg: “Fass mich nicht an'„, schreibt Domenech.

`Ein erfahrener Spieler der EURO 2008 hatte mich schon vor Ribery gewarnt und ich habe ihm die Schlüssel gegeben. Was für ein Idiot ich doch bin“, schrieb Domenech nach Frankreichs 0: 2-Niederlage gegen Mexiko in der Vorrunde der WM 2010. Mit dem peinlichen Aus als Gruppenletzter war Domenechs Amtszeit als französischer Nationalcoach zu Ende gegangen.

Streitigkeiten zwischen dem Team und dem Trainer hatten dabei die schwachen sportlichen Auftritte in Südafrika noch überschattet. Stürmer Nicolas Anelka musste vorzeitig die Heimreise antreten, nachdem er Domenech beleidigt hatte. „Anelka hat die Gruppe getötet“, schrieb Domenech nach dem Spiel gegen Mexiko. Einen Tag nach dem Rauswurf von Anelka war das Team in einen Trainingsstreik getreten.

Samir Nasri vom englischen Meister Manchester City kritisierte Domenech als eigennützig, Real Madrids Stürmer Karim Benzema als arrogant. Dagegen gab es Lob für die Ex-Weltmeister Lilian Thuram und Zinedine Zidane. „Niemand könnte den Platz von Zidane einnehmen“, schrieb Domenech. Der dreimalige Weltfußballer sei unbestreitbar eine Führungspersönlichkeit und ein Ausnahmespieler. Thuram dankte Domenech für seine Ehrlichkeit. Domenech hatte Frankreich 2006 bei der WM in Deutschland zum Vizetitel geführt. Allerdings scheiterte der Weltmeister von 1998 unter der Führung des 60-Jährigen bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz wie zwei Jahre später bei der WM bereits in der Vorrunde.

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dpa

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