Ex-Leverkusener Vida abgewatscht

100.000 Euro Strafe für das Öffnen einer Bierdose

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Domagoj Vida muss für das Öffnen einer Bierdose 100.000 Euro bezahlen.

Zagreb - Der kroatische Nationalspieler Domagoj Vida hat das teuerste Bier seines Lebens bezahlt. Dinamo Zagreb bestraft den Verteidiger zu 100.000 Euro Strafe - wegen einer Dose Gerstensaft.

Der kroatische Serienmeister war auf der Busfahrt zu einem Pokalspiel bei einem unterklassigen Gegner, als der 23-jährige Vida auf die wenig glorreiche Idee kam, sich eine Dose Bier aufzumachen - mitten im Manschaftsbus. Als sein Trainer Ante Cacic das bemerkte, reagierte er rigoros: Vida, der früher auch schon einmal bei Bayer Leverkusen spielte, dort aber offenbar disziplinarisch nicht viel gelernt hat, wurde kurzerhand aus dem Bus geworfen.

Damit nicht genug: Auch die Vereinsspitze reagierte drastisch. Vida wurde laut "Blick" zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verdonnert, was ungefähr einem Viertel seines Jahresgehalts entspricht.

Mit der rigorosen Entscheidung will der Verein wohl weitere Undiszipliniertheiten seiner Spieler verhindern, denn bereits im August hatten angeblich zwei Spieler mit Skandalen für Aufruhr gesorgt, waren aber weniger streng bestraft worden. An Vida wurde jetzt offenbar ein Exempel statuiert.

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Bei Dinamo Zagreb bemüht man sich offenbar konsequent, seinen guten Ruf zurückzugewinnen. In der vergangenen Champions-League-Saison hatte es um die Kroaten nämlich offene Manipulationsgerüchte gegeben, nachdem ein Heimspiel gegen Olympique Lyon mit 1:7 verloren wurde. Damals qualifizierten sich auf Grund des hohen und ungewöhnlichen Auswärtssieges die Franzosen doch noch für das Achtelfinale - zum Leidwesen von Ajax Amsterdam.

Auch in jener Partie hatte Domagoj Vida für Irritationen gesorgt, als er nach einem Gegentor seinem Gegenspieler mit gehobenem Daumen zuzwinkerte. Eine Untersuchung des Spiels durch die UEFA war damals aber ausgeblieben.

wi

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