"Diese Schuld nehme ich auf mich"

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Mark van Bommel

Charkow - Der niederländische Kapitän Mark van Bommel ist nach den beiden Niederlagen bei der EM in Polen und der Ukraine frustriert.

„Das heutige Oranje bildet nicht mehr so eine Einheit wie vor zwei Jahren“, sagte der ehemalige Bayern-Spieler dem NRC Handelsblad: „Nach dem verlorenen WM-Finale habe ich fast geweint. Seit diesem Augenblick konzentriere ich mich auf diese EM. Jeder von uns muss verstehen, dass es vielleicht unsere letzte Chance auf einen Titel ist.“

Seine Auswechslung bei der 1:2-Niederlage gegen Deutschland spielte van Bommel herunter: „Das habe ich nicht als schmerzhaften Moment empfunden. Der Kapitän kann doch mal ausgewechselt werden?“, sagte der 35-Jährige: „Ich sage nicht, dass ich gut gespielt habe. Ich hatte vor dem ersten Tor wohl bei Bastian Schweinsteiger bleiben müssen. Diese Schuld nehme ich auf mich.“

Den Unterschied zur WM in Südafrika sieht van Bommel in der neuen Struktur der Elftal: „Die Rollenverteilung im Team ist jetzt anders. Das kommt auch dadurch, dass sich der Status einiger Spieler verändert hat. Aber wir müssen die EM als Mannschaft gewinnen und nicht als Individuum.“

Im abschließenden Gruppenspiel der Niederlande am Sonntag (20.45 Uhr/EinsFestival) im ukrainischen Charkow gegen Portugal droht van Bommel der Platz auf der Bank. Für ihn soll Rafael van der Vaart, der ihn bereits in der zweiten Halbzeit des Deutschland-Spiels ersetzte, von Beginn an auflaufen.

sid

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