Diego: Lockrufe aus der Heimat

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Diego hat bei Wolfsburg ausgespielt

São Paulo - Nach dem Zerwürfnis mit dem VfL Wolfsburg steht der Diego möglicherweise vor einer Rückkehr in seine Heimat. Der Brasilianer selbst zählt mehrere Optionen auf.

Nach der Ausbootung beim Bundesligisten VfL Wolfsburg erneuerten der frisch gebackene Copa-Libertadores-Sieger FC Santos und Botafogo aus Rio de Janeiro Interesse an dem egozentrischen Mittelfeldspieler, der von VfL-Coach Felix Magath wegen Arbeitsverweigerung in Wolfsburg vor die Tür gesetzt worden war. Das Online-Portal “globoesporte.com“ berichtete, Botafogo-Vertreter würden kommende Woche nach Deutschland fliegen.

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Auch Diego selbst schloss eine Rückkehr nicht aus. Es gebe Optionen in Brasilien und Europa. “Das Beste wäre es, wenn ich so schnell wie möglich einen neuen Verein finden würde“, sagte Diego, der am Samstag noch mit dem VfL-Team eine Laufeinheit absolvierte.

Diego soll nach Klub-Angaben trotz des Zerwürfnisses mit Magath am Sonntag noch mit ins Trainingslager nach Schleswig-Holstein fahren. Magath hatte seinem Starspieler am Freitag zum Vorbereitungsstart mitgeteilt, dass Diego unter ihm keine Rolle mehr spiele. Es sei “besser, sich zu trennen“, hatte der Trainer wegen Diegos Flucht aus dem Mannschaftshotel vor dem letzten Spiel der vergangenen Saison in Hoffenheim gesagt.

Deswegen wurde Diego bereits im Mai mit einer Geldstrafe im angeblich sechsstelligen Euro-Bereich und einer Abmahnung belegt. Der Brasilianer deutete an, dass hinter den Kulissen derzeit um Geld und arbeitsrechtliche Dinge gestritten werde. “100 000, 200 000, 500 000 - die richtige Summe ist noch nirgends genannt worden. Ich habe bezahlt, aber es gibt noch ein paar Probleme zwischen mir und dem Club“, sagte der ehemalige Bremer der “Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). Mehrfach hatte er zuletzt auf seinen noch bis 2014 gültigen Vertrag hingewiesen und angedeutet, nicht auf Geld verzichten zu wollen.

Diego, der erst vor einem Jahr für rund 15 Millionen Euro von Juventus Turin nach Wolfsburg gekommen war, wartet nun auf konkrete Angebote. Bislang sei nur Botafogo an ihn herangetreten. Auch der Pelé-Club Santos, wo Diego als Jugendlicher entdeckt wurde und von 2002 bis 2004 als Profi spielte, ist nach den Worten des Spielers aber “ohne Zweifel eine Option“. Club-Präsident Luis Álvaro de Oliveira Ribeiro sagte: “Diego ist ein Spieler, der uns sehr interessiert.“ Er hätte “ohne Zweifel einen Platz in unserem Team“.

dpa

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