DFL-Boss warnt vor "irreparablen Schäden"

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Frankfurt/Main - DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Zurückhaltung einiger Clubs in der Diskussion um das Pyrotechnikverbot in deutschen Fußball-Stadien angeprangert.

Es sei irritierend, dass einige Vereinsvertreter offensichtlich „sich nicht ohne weiteres von Pyrotechnik und Gewalt distanzieren wollen, ohne zuvor die Fans zu fragen“, sagte der Funktionär der Deutschen Fußball Liga dem „Kicker“ (Donnerstag). „Wenn die Situation so weit fortgeschritten ist, ist sie in einigen Bereichen vielleicht schon ernster als wir glauben.“

Bei einem Sicherheitsgipfel mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatten die Proficlubs Mitte Juli in einem Verhaltenskodex erneut Bengalos geächtet. Seifert kritisierte Fanvertreter, die sich für den Einsatz von Pyrotechnik in den Arenen aussprechen. „Wir führen eine Diskussion, die an den europäischen Realitäten vorbei geht“, sagte er. „Wir haben in Deutschland sehr, sehr viel, worum uns das Ausland beneidet, wenn wir über Fankultur, Atmosphäre in den Stadien, Attraktivität der Liga, gesellschaftliche Akzeptanz sprechen.“

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Angesichts zahlreicher Partien, für die Zuschauer nach Vorfällen komplett oder teilweise ausgeschlossen sind, warnte Seifert vor „irreparablen Schäden“, sollte die Liga das Thema Sicherheit nicht in den Griff bekommen. „Es muss jedem klar sein, dass eine funktionierende und erfolgreiche Bundesliga kein Naturzustand ist.“

dpa

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