DFB-Vize fordert

Profis sollen Zeichen gegen Pyro-Fans setzen

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Rainer Koch fordert ein Zeichen der Bundesliga-Profis.

Köln - DFB-Vizepräsident Rainer Koch fordert ein klares Signal der Bundesliga-Spieler gegen Pyrotechnik. Wie das aussehen soll, weiß er auch schon.

Bundesligist Eintracht Frankfurt kommt nach dem Pyro-Eklat von Leverkusen womöglich doch um ein Geisterspiel herum - muss dafür aber seine Problemfans identifizieren. „Nur wenn die Täter aufgespürt und dem Kontrollausschuss gemeldet werden, können Vereine drakonischen Strafen auf Dauer entgehen“, sagte Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der Bild-Zeitung: „Die Eintracht ist jetzt am Zug.“

Geisterspiele oder ein Zuschauerausschluss würden sich nur verhindern lassen, „wenn die Vereine einen Weg finden, die Täter ausfindig zu machen“, sagte Koch, der zudem ein klares Signal der Bundesliga-Spieler gegen Pyrotechnik fordert. „Die Spieler müssen auch mal ein Zeichen setzen. Die Profis sollten in Zukunft darauf verzichten, nach dem Spiel zum Feiern in eine Kurve zu laufen, wenn zuvor dort Bengalos oder Böller abgeschossen worden sind“, sagte der 54-Jährige.

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Ausschreitungen Frankfurter Randalierer während des Spiels bei Bayer Leverkusen (1:3) haben die Pyrotechnik-Debatte neu angeheizt. Im Frankfurter Block wurden Silvesterraketen abgeschossen und Bengalos gezündet. Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) unterbrach das Spiel für sechs Minuten.

Eintracht-Finanzvorstand Axel Hellmann (41) bestätigte indes, dass der sportlich in der laufenden Saison so starke Aufsteiger in diesem Jahr „durch Strafen und Einnahme-Ausfälle bereits drei Millionen Euro“ verliere. Diese Kosten würden sich auch auf die Kaderplanung auswirken, „weil ich im Etat eine noch höhere Summe für den Komplex Sicherheit einplanen muss“, sagte Hellmann.

sid

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