Fan-Versprechen eingelöst

220 Kinder schauen beim DFB-Training zu

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Am Freitag Vormittag durften 220 Kinder beim Training des DFB-Teams im Passeiertal zusehen.

St. Leonhard - 220 Kinder und einige Betreuer der Fußballschule im Passeiertal durften das Training der deutschen Nationalmannschaft am Freitag verfolgen.

Einen Tag nach dem Schreckmoment im Übungsspiel stand Sami Khedira beim „Kids-Day“ der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol wieder mit auf dem Platz. Zum Abschluss des Trainingslagers hatte Bundestrainer Joachim Löw die Türen für 220 Kinder und einige Betreuer der Fußballschule im Passeiertal geöffnet. Khedira war beim Test am Vortag gegen die 20-Auswahl des DFB nach einem Zusammenprall am rechten Knie behandelt worden. Der Champions-League-Sieger mit Real Madrid hatte aber sofort Entwarnung gegeben: „Mir geht es gut.“

Am Freitag konnte er weiter voll am Teamtraining teilnehmen. Für einen Einsatz im Testländerspiel am Sonntag in Mönchengladbach gegen WM-Teilnehmer Kamerun besteht keine Gefahr. Am kommenden Montag muss Löw sein endgültiges 23-köpfiges Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Brasilien benennen, also noch drei Spieler streichen.

Der 27-jährige Khedira, der nach Kreuzbandriss und halbjähriger Pause gerade sein erfolgreiches Comeback gegeben hatte, leitete sogar Positives aus dem harten Zweikampf im Übungsspiel ab: „Man merkt, dass man volle Kraft auf das Knie bekommt und es hält.“ Er habe mit seinen Physiotherapeuten gesprochen, „dass gerade solche Aktionen, auch wenn es blöd klingt, unheimlich wichtig sind. Es tut kurz weh, nach einer Minute ist es erledigt, ich konnte weiterspielen“, berichtete der Mittelfeldspieler.

Die im Trainingscamp im Passeiertal von Verletzungen gebremsten Philipp Lahm und Marcel Schmelzer absolvierten am „Kids-Day“ zunächst ein Fitnessprogramm. Bastian Schweinsteiger (Patellasehne) stand mit den Kollegen auf dem Übungsplatz. Auch Manuel Neuer (Schulterverletzung) absolvierte im Trainingszentrum direkt an der Passer unter den Augen der jungen Fans ein Lauftraining. Das Aufbauprogramm für den 28 Jahre alten Stammtorwart des DFB-Teams bleibt bis zum ersten WM-Spiel am 16. Juni in Salvador gegen Portugal aber ein Wettlauf mit der Zeit.

Mit dem öffentlichen Training für Kinder löste der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein Versprechen ein. Teammanager Oliver Bierhoff hatte zu Beginn des Trainingscamps in St. Leonhard angekündigt, dass Mesut Özil und Co. während des Aufenthalts in Italien einmal eine öffentliche Übungseinheit bestreiten. „Wir wollen hier konzentriert arbeiten“, hatte Bierhoff erklärt und im Hinblick auf die Erwartungen der Fans von einem „Spagat“ gesprochen.

dpa

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