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DFB-Team in Lwiw - Alle Spieler fit

Lwiw - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist knapp 34 Stunden vor dem Anstoß zu ihrem EM-Auftaktspiel gegen Portugal in der Ukraine eingetroffen.

Gegen 12.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) landete die Chartermaschine mit dem DFB-Tross um Joachim Löw am Freitag nach dem kurzen Flug aus dem regnerischen Danzig im Spielort Lwiw.

Personell kann der Bundestrainer zum Turnierstart aus dem Vollen schöpfen. Assistent Hansi Flick meldete am Morgen auch den angeschlagenen Abwehrchef Per Mertesacker startklar. Nach einem Zusammenprall des Innenverteidigers mit Jérome Boateng beim Training am Vortag habe man zunächst um Mertesackers Einsatz gefürchtet.

Derweil halten sich die Titelhoffnungen der deutschen Fans in Grenzen. Nur 14 Prozent glauben derzeit an den Erfolg des DFB-Teams. 30 Prozent und damit die größte Gruppe trauen Löws Elf immerhin den Einzug ins Finale zu. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Nur sechs Prozent rechnen mit einem Scheitern schon in der Vorrunde.

DFB-Team in der Ukraine: Bilder vom Flughafen

DFB-Team in der Ukraine: Bilder von der Ankunft am Flughafen und vom Abschlusstraining

In Berlin wurde bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel kein Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft in der Ukraine besuchen wird. Dies kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert an. Offen blieb, ob Merkel unter Umständen zu einem möglichen Viertelfinale mit deutscher Beteiligung am 21. oder 22. Juni nach Polen reist.

Einen Tag vor dem EM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Portugal in Lwiw haben ukrainische Arbeiter unweit des Stadions eine Mine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Ein Bautrupp habe den Sprengsatz bei abschließenden Arbeiten rund 500 Meter entfernt von der neuen Arena-Lwiw entdeckt, sagte am Freitag die Pressesprecherin der örtlichen Miliz nach Angaben der Agentur Unian. Die Mine sei abtransportiert und entschärft worden. Danach konnten die Bauarbeiten fortgesetzt werden.

Ein Straßencafé in der offiziellen Fanzone von Lwiw erließ unterdessen ein striktes „Fußballverbot“. Am Eingang des Lokals würden Gäste gebeten, ihre Fußballtrikots während des Aufenthalts gegebenenfalls gegen vorrätige „Ich liebe Lwiw“-T-Shirts zu tauschen, berichteten Medien aus der westukrainischen Stadt. Die rund 250 Quadratmeter des Cafés seien nur ohne Fußballbekleidung zugänglich. Auch Gespräche über die EM seien verboten. „Bei uns kann man Salsa und Tango tanzen, aber nicht über Fußball reden“, sagte eine Serviererin.

dpa

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