Wegen BVB gegen Bayern

Traumfinale erschwert Löws Planungen

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Bundestrainer Joachim Löw

München - Das Traumfinale im DFB-Pokal macht die WM-Planungen von Bundestrainer Joachim Löw nicht einfacher. Mindestens 18 potenzielle Weltmeisterschafts-Fahrer werden beim Test-Länderspiel am 13. Mai in Hamburg gegen Polen fehlen. Löw nominiert wohl zwei Kader.

Das Traumfinale im DFB-Pokal zwischen Bayern München und Borussia Dortmund erschwert Joachim Löw die Vorbereitung für die WM in Brasilien. Der Bundestrainer muss mindestens 18 Weltmeisterschafts-Kandidaten für das Länderspiel am 13. Mai gegen Polen ersetzen. Neben sieben Bayern- und fünf Dortmund-Profis fehlen bei der Partie auch die DFB-Spieler des FC Arsenal sowie die deutschen Akteure aus Italien und Spanien. Möglicherweise wird Löw bei der Nominierung seines vorläufigen WM-Aufgebots am 8. Mai in der DFB-Zentrale zwei Kader berufen: einen mit 26 oder 27 Namen für die Weltmeisterschafts-Vorbereitung und einen für das Länderspiel gegen Polen. Die Aussagekraft des WM-Tests geht gegen Null.

Im Kader für diese Partie werden natürlich Brasilien-Fahrer auftauchen, aber auch viele Profis, die für die WM-Vorbereitung keine Rolle spielen. Dazu dürften ein paar Debütanten zum Einsatz kommen, die eine oder andere Empfehlung für ein Worldcup-Ticket kann auch noch abgegeben werden. Löw hatte für das Länderspiel gegen Chile Neulinge wie Matthias Ginter (SC Freiburg) und André Hahn (FC Augsburg) berufen, die nun gegen die Osteuropäer auf einen Einsatz hoffen können. Auch von der U-20-Nationalmannschaft, die der Bundestrainer als Sparringspartner mit zur WM-Vorbereitung ins Passeiertal nach Südtirol nimmt, könnte der eine oder andere Akteur im Aufgebot für das Länderspiel in Hamburg auftauchen.

Dagegen fehlen dort die Bayern Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Manuel Neuer, Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze und Jerome Boateng. Ob sie am 21. Mai gleich mit ins Trainingslager reisen können, wird sich erst nach den Halbfinal-Spielen in der Champions League gegen Real Madrid weisen. Das Finale in Lissabon findet am 24. Mai statt.

Eine Woche vorher wird in Berlin um nationale Pokal-Ehren gespielt. Dort sind neben dem FCB-Personal auch die BVB-Leistungsträger Roman Weidenfeller, Marco Reus, Kevin Großkreutz, Marcel Schmelzer und Mats Hummels im Einsatz. Wegen des englischen FA-Cup-Finales fehlen dazu Lukas Podolski, Mesut Özil und Per Mertesacker vom FC Arsenal beim Polen-Länderspiel.

Sollte Sami Khedira rechtzeitig fit werden, dürfte er von Real Madrid ebenso keine Freigabe erhalten wie Mario Gomez (AC Florenz) und Miroslav Klose (Lazio Rom) von ihren Vereinen. In Spanien und Italien endet die Liga-Saison erst am 18. Mai. Sollte der Hamburger SV in die Relegation müssen, würden auch die WM-Kandidaten René Adler und Marcell Jansen nicht vor heimischer Kulisse auflaufen können. Beim Gegner fehlen die Dortmunder Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek.

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Löw kennt die Herausforderung aus vergangenen Turniervorbereitungen. Schwierig wird das Länderspiel gegen Polen vor allem dadurch, dass es nicht während einer offiziellen Abstellungsfrist stattfindet. Ursprünglich war die Partie als Benefizspiel für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgesehen. Später wurde die Begegnung am 6. Juni in Mainz gegen Armenien als Benefizpartie eingestuft. Dies war notwendig, weil das Mainzer Stadion nicht die für Länderspiele vorgesehen Zuschauerkapazität von mindestens 40 000 aufweist. Benefizspiele dürfen dagegen auch in kleineren Arenen stattfinden.

dpa

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