DFB-Spion warnt vor effektiven Griechen

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DFB-Trainer-Ausbilder Frank Wormuth.

Kiew - Frank Wormuth ist beim DFB eigentlich für die Trainerausbildung zuständig. Bei der EM beobachtet er aber auch die Gegner des deutschen Teams. Die Griechen haben noch immer ähnliche Stärken wie 2004, sagt er.

DFB-Spion Frank Wormuth hat die deutsche Nationalmannschaft ausdrücklich vor ihrem Viertelfinal-Gegner Griechenland gewarnt. Die Griechen würden sich „aufopferungsvoll in Torschüsse oder scharf gespielte finale Pässe hineinschmeißen. „Sie stehen kompakt vor dem eigenen Strafraum und lassen nicht viel zu“, sagte der 51-Jährige in einem Interview.

Wormuth ist beim Deutschen Fußball-Bund eigentlich für die Trainerausbildung zuständig. Bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine beobachtet der enge Vertraute von Bundestrainer Joachim Löw aber auch die Gegner des deutschen Teams.

Warnung genug müsste den Deutschen vor diesem Spiel am Freitag in Danzig eigentlich der sensationelle Verlauf der EM 2004 sein. Auch damals überstanden die Griechen völlig überraschend die Gruppenphase und trafen dann in der K.o.-Runde auf Turnierfavoriten wie Frankreich und Tschechien. Am Ende waren sie Europameister.

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Trotz des Trainerwechsels von Otto Rehhagel zu Fernando Santos habe sich an der Spielweise des Teams nicht viel geändert, sagte Wormuth. „Ihre Stärken haben die Griechen in der Defensive und ganz klar im Zweikampfverhalten“, erklärte er. „Ich erinnere mich noch gut an den Amtsantritt des neuen Nationaltrainers Fernando Santos, der ja Portugiese ist und damals über Kombinationsfußball referierte. Aber er hat wohl eingesehen, dass dies auf die Schnelle nicht bei dieser Mannschaft einzuführen ist. So lässt er nun nach Otto Rehhagels Maxime spielen: Effektivität vor Attraktivität. Und er hat damit recht behalten, denn die Griechen sind im Viertelfinale.“

Eine große Schwächung für diese Mannschaft sei allerdings das Fehlen des gelbgesperrten Kapitäns Georgios Karagounis. „Das ist ein ziemlich heikler Ausfall“, sagte Wormuth. „Er ist der Kopf des Teams. Und das nicht nur der Kapitänsbinde wegen, sondern weil er auf dem Platz permanent die Mannschaft pusht.“

dpa

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