DFB-Präsident: "Kaiser" hat einen Wunschkandidaten

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Franz Beckenbauer.

München - Franz Beckenbauer hat einen klaren Favoriten, was die Nachfolge von Theo Zwanziger als Präsident des DFB angeht. Es gebe keinen Besseren als seinen Kandidaten, glaubt der "Kaiser".

Franz Beckenbauer hat sich erneut für Generalsekretär Wolfgang Niersbach als Nachfolger von Theo Zwanziger als DFB-Präsident ausgesprochen. “Wolfgang Niersbach hat die besten Chancen - er kennt sich bestens aus. In meinen Augen gibt es da im Moment keinen Besseren. Er ist der Kompetenteste“, sagte Beckenbauer am Sonntagabend dem TV-Sender Sky.

Eine mögliche Kandidatur des früheren VfB-Präsidenten Erwin Staudt hat für den “Kaiser“ dagegen wenig Aussicht auf Erfolg. “Keine Frage, Erwin Staudt ist ein hervorragender Mann und ein sympathischer Mensch dazu. Aber er kommt aus der Liga. Er wird nicht von der Liga gewählt - er wird von den Verbänden gewählt und da hat er wenige Chancen.“ Staudt selbst hatte am Sonntag eine Kandidatur nicht ausgeschlossen.

Beckenbauer regte zudem an, das Amt des DFB-Präsidenten in Zukunft zu einem bezahlten Job zu machen. “Die ehrenamtlichen Präsidentenjobs sind mittlerweile Fulltimejobs geworden. Warum soll der DFB-Präsident in der Zukunft kein bezahlter Job sein?“

Von Zwanzigers Rückzugsankündigung war Beckenbauer am Freitagabend auch überrascht worden: “Ich habe es nicht gewusst. Der Zeitpunkt kam überraschend. Alle fiebern der Auslosung entgehen und dann gibt er den Rückzug bekannt.“ Er bedauere es persönlich sehr, sagte Beckenbauer weiter. Zwanziger sei kein “Dampfplauderer“ gewesen: “Bei ihm waren Inhalte da. Ein großartiger Präsident.“

dapd

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