Pokal-Sensation

DFB-Pokal: Zweitligisten Heidenheim und HSV erreichen Viertelfinale - Bayer und Club blamiert

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Der 1. FC Heidenheim hat Bayer Leverkusen aus dem DFB-Pokal geworfen.

Die Zweitligisten 1. FC Heidenheim und Hamburger SV haben im Achtelfinale des DFB-Pokals für Furore gesorgt und sind nach Siegen gegen Erstligisten als erste Teams in die Runde der letzten Acht eingezogen.

Heidenheim - Underdog Heidenheim schaltete sensationell den sich im Aufwind befindenden Europacup-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit 2:1 (0:1) aus, Zweitliga-Tabellenführer Hamburger SV erreichte durch ein 1:0 (0:0) gegen Erstliga-Kellerkind 1. FC Nürnberg das Viertelfinale.

Am Abend treffen noch Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund und Werder Bremen aufeinander, zudem steht das Zweitliga-Duell MSV Duisburg gegen SC Paderborn auf dem Programm.

In einer turbulenten Partie auf der Ostalb tat sich Leverkusen drei Tage nach dem 3:1-Sieg in der Liga gegen Bayern München mit der Favoritenrolle schwer. Gegen einen defensiv starken Gastgeber fand die Werkself lange Zeit kein Durchkommen. Nationalspieler Julian Brandt (44.) gelang dann kurz vor der Pause doch noch die Führung für Bayer, nachdem er in der 38. Minute am Pfosten gescheitert war.

Nach der Pause drehte Heidenheim auf

Kurz nach der Pause jubelten aber die Hausherren, als der Österreicher Nikola Dovedan (47.) seinen Landsmann Aleksandar Dragovic düpierte und den Ausgleich erzielte. Danach verpasste Maurice Multhaup zunächst die Riesenchance zur Führung (51.), als er freistehend aus kurzer Distanz am Aluminium scheiterte, ehe er dann in der 72. Minute die Voith-Arena in einen Hexenkessel verwandelte.

Letztmals war Bayer vor sechs Jahren im Achtelfinale gescheitert (1:2 Wolfsburg). Bereits am Freitag (20.30 Uhr/Eurosportplayer) bietet sich Leverkusen in der Liga beim FSV Mainz 05 die Chance zur Wiedergutmachung. Heidenheim schaffte zum zweiten Mal nach 2016 der Sprung ins Viertelfinale.

Özcan lässt Hamburg jubeln

In Hamburg ließ Berkay Özcan (64.) den Zweitligisten jubeln. Nürnberg scheiterte zum zweiten Mal nacheinander im Achtelfinale und verpasste seinen ersten Viertelfinaleinzug seit 2011. Der viermalige Pokalsieger präsentierte sich vier Tage vor dem Abstiegsduell bei Hannover 96 am Samstag in besorgniserregender Verfassung.

Am Mittwoch kommt es zu den Erstliga-Vergleichen RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg, Schalke 04 gegen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC gegen Rekordpokalsieger Bayer München. Zudem empfängt Zweitligist Holstein Kiel den FC Augsburg.

Das Viertelfinale wird am kommenden Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau (ab 18.15 Uhr) von Handball-Nationalspieler Fabian Böhm ausgelost. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg übernimmt im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Rolle der Ziehungsleiterin.

SID

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