DFB-Pokal: Bayern-Frauen machen's vor

+
Großer Jubel bei den Fußballfrauen des FC Bayern.

Köln - Die Fußballerinnen von Bayern München haben überraschend Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt gestürzt und den ersten DFB-Pokal-Triumph ihrer Vereinsgeschichte gefeiert.

Der Außenseiter bezwang den Rekordchampion im 32. DFB-Pokalfinale dank der Treffer von Sarah Hagen (63.) und Ivana Rudelic in der Nachspielzeit (90.+1) nach einer couragierten Leistung verdient mit 2:0 (0:0). Der mit 60.000 Euro dotierte Triumph ist der größte Erfolg der Bayern-Frauen seit dem Gewinn der Meisterschaft 1976.

Am Samstagabend hatte das Männer-Team der Bayern im Endspiel gegen Borussia Dortmund die Chance zum ersten Pokal-Doppelschlag der Geschichte. Der siebenmalige deutsche Meister aus Frankfurt steht dagegen am Donnerstag (18.00 Uhr/ARD und Eurosport) im Champions-League-Finale in München gegen den starken Titelverteidiger Olympique Lyon vor seiner letzten Titelchance.

In der Anfangsphase taten sich die Favoritinnen aus Frankfurt vor 15.678 Zuschauern überraschend schwer, gegen die kompakt stehenden und sicher kombinierenden Bayern ins Spiel zu finden. Die ersten Bayern-Chancen durch das in der Winterpause verpflichtete US-Duo Hagen (2.) und Nicole Cross (15.) schienen den FFC allerdings aufzuwecken. Die beste Gelegenheit für die Frankfurter Führung vergab Melanie Behringer (25.) bei einem direkten 20-Meter-Freistoß, den Torfrau Kathrin Längert mit einem guten Reflex an die Querlatte lenkte.

So schön ist der Frauenfußball

So schön ist der Frauenfußball

Aus dem Spiel heraus gelang dem FFC, der verletzungsbedingt auf die Nationalspielerinnen Nadine Angerer, Kim Kulig sowie die Amerikanerin Alexandra Krieger verzichten musste, im ersten Durchgang wenig. Immer wieder fingen die Münchnerinnen, bei denen Julia Simic und Petra Wimbersky fehlten, den Ball vor dem Strafraum

Noch vor der Pause musste FFC-Trainer Sven Kahlert dann auch noch Nationalspielerin Fatmire Bajramaj wegen einer Blessur am rechten Sprunggelenk auswechseln. Für sie kam die Schweizerin Ana-Maria Crnogorcevic (40.) als einzige Spitze zum Einsatz.

Trotz des Rückschlags fanden die Titelverteidigerinnen, die auf dem Weg ins Endspiel die Top-Teams aus Wolfsburg, Potsdam und Duisburg ausgeschaltet hatten, nach der Pause besser ins Spiel, das zunehmend hektischer wurde. Eine Standardsituation nutzte der Underdog aus München nach gut einer Stunde Spielzeit zur Führung. Nach einer Ecke von Katharina Baunach stieg die 1,80 Meter große Stürmerin Hagen am höchsten und wuchtete den Ball an Torfrau Desiree Schumann vorbei ins Netz und schockierte damit den Titelverteidiger.

sid

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare