Pokal in Regensburg

Bayern feiert glanzlosen Pflichtsieg

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Franck Ribéry (r.) leistete die Vorarbeit zur 1:0-Führung der Bayern.

Regensburg - Die Stars von Bayern München haben den Charaktertest in der ersten DFB-Pokal-Runde im Schongang bestanden. In Regensburg überzeugen vor allem die Neuzugänge.

Nach Toren der Neuzugänge Mario Mandzukic (32./80.), Xherdan Shaqiri (60.) und Claudio Pizarro (88.) gewann der Rekord-Pokalsieger beim Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg locker mit 4:0 (1:0). Bei drückender Hitze tat der haushohe Favorit fünf Tage vor dem Liga-Auftakt beim Neuling SpVgg Greuther Fürth allerdings auch nicht mehr als das Allernötigste. Immerhin waren die Bayern auch vom ersten Auftakt-Aus seit dem legendären 0:1 gegen den TSV Vestenbergsgreuth in der Saison 1994/95 meilenweit entfernt, zu harmlos war der Außenseiter aus der Oberpfalz. Bei Greuther Fürth, Vestenbergsgreuths Nachfolgeklub, kann die überweite Strecken behäbig agierende Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total!) aber eine Leistungssteigerung wohl gut gebrauchen.

er zuvor unauffällige Madzukic, der vor der Saison vom VfL Wolfsburg gekommen war, brauchte beim Führungstreffer den Ball nach einer sehenswerten Vorarbeit von Franck Ribery aus kurzer Distanz nur noch über die Linie zu schieben. Für den Kroaten, der bereits beim 2:1 im Supercup gegen Double-Gewinner Borussia Dortmund getroffen hatte, war es das zweite Pflichtspieltor für seinen neuen Arbeitgeber. Shaqiri, vom FC Basel gewechselt, verwandelte einen Freistoß aus 18 Metern direkt. Der Schweizer war nach der Halbzeit für Ribery gekommen und bereitete nach seinem Treffer prompt auch noch die Tore von Mandzukic und Pizarro vor. Dem eingewechselten Ex-Bremer gelang im ersten Einsatz nach seiner Rückkehr damit direkt ein Tor

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„Ich bringe mich gut ein, das funktioniert gut“, sagte Doppel-Torchance Mandzukic zufrieden: „Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen würden und haben verdient gewonnen.“ Trainer Jupp Heynckes lobte vor allem Shaqiri: „Er hat gezeigt, dass er ein toller Fußballer ist und uns weiterhelfen wird.“ Sportdirektor Matthias Sammer bezeichnete den Schweizer als „Spieler, der uns gut tut.“

12.500 Zuschauer im alt-ehrwürdigen Jahn-Stadion zelebrierten trotz des eher langweiligen Spielverlaufs von Beginn an eine Pokal-Party. Für den Zweitliga-Aufsteiger, dessen Saisonetat von 3, 5 Millionen Euro nicht einmal ansatzweise das Gehalt von Bayern-Stars wie Ribery decken würde, bedeutete das Duell das „Spiel des Jahrhunderts“ (Sportdirektor Franz Gerber). Und Jahn schlug sich wacker. Die Bayern hatten Schwierigkeiten mit der gut geordneten Defensive der Gastgeber. Zwar dominierten die Münchner Millionen-Stars das Geschehen deutlich, doch gefährliche Aktionen brachten sie bis zur Führung kaum zustande, weil es den Aktionen an Tempo fehlte. Der Außenseiter hatte in der 28. Minute sogar die erste große Chance, doch Abdenour Amachaibou scheiterte aus halbrechter Position an Nationaltorwart Manuel Neuer.Nach der Bayern-Führung prüfte Jahns Marco Djuricin kurz vor der Pause mit einem Schuss aus spitzem Winkel noch einmal Neuer.

Heynckes, der sich vom Pokalauftakt „einen Schub für die Meisterschaft“ versprach, hatte seine Startelf im Vergleich zum Supercup-Sieg gegen Dortmund auf einer Position verändert. Für den Dante (Wadenprobleme) spielte Holger Badstuber in der Innenverteidigung. Regisseur Bastian Schweinsteiger saß zunächst auf der Bank und kam in der 75. Minute für Arjen Robben ins Spiel. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden. Die Bayern kontrollierten die Partie, ohne groß aufspielen zu müssen. Spätestens nach dem 2:0 tendierte Jahns Widerstand gegen null, dem Zweitligisten ging sichtbar die Kraft aus.

sid

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