Bewerbungsfahrplan für EURO 2020

DFB wird nicht mit Türkei um EM-Finale kämpfen

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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach würde das EM-Finale gerne in Deutschland sehen, doch auf eine Kampfkandidatur gegen die Türkei würde er es nicht ankommen lassen.

Frankfurt/Main - In sieben Jahren findet die EM in gleich 13 Ländern statt. Der DFB legte jetzt seinen Bewerbungsfahrplan fest und wird laut Präsident Niersbach sicher zu den Gastgebern gehören.

Deutschland wird beim Gastgeber-Duell um das EM-Finale 2020 keine Kampfkandidatur gegen die Türkei führen. Der Deutsche Fußball-Bund verzichtet auf eine Endspiel-Bewerbung, sollten die Türken sich um die Ausrichtung bemühen. Istanbul gilt als großer Favorit auf den Showdown bei der historischen Pan-Europa-EM in sieben Jahren. Bei einem Olympia-Zuschlag für die Metropole am Bosporus würde die Europäische Fußball-Union UEFA allerdings einen anderen Final-Ort 2020 suchen.

"Ob wir uns für vier Spiele bis zum Viertelfinale und/oder die Finalrunde bewerben, ist noch offen. Fest steht aber schon jetzt: Sollte die Türkei die Olympischen Spiele nicht bekommen, würden wir uns nicht gegen den Türkischen Fußball-Verband um die Finalrunde der EURO 2020 bewerben", sagte Wolfgang Niersbach nach der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag.

Der DFB-Chef geht fest davon aus, dass Deutschland einer der EM-Gastgeber 2020 sein wird. "Meine Prognose ist, wir werden dabei sein. Wir werden eines der 13 Länder sein", hatte Niersbach bereits vor einigen Wochen gesagt. Offiziell hat bislang nur München seine Bewerbung als deutscher Spielort publik gemacht. Dortmund und Berlin werden ebenfalls gute Chancen eingeräumt.

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Die übernächste EM soll in 13 Ländern stattfinden. Gesucht werden von der UEFA zwölf Städte als Gastgeber von jeweils drei Vorrunden-Partien und einer K.o.-Begegnung sowie ein Ort für beide Halbfinals und das Endspiel. Laut Niersbach ist mit Bewerbungen aus etwa 25 Ländern zu rechnen. Die Türkei ist klarer Favorit als Final-Gastgeber, allerdings nur, wenn Istanbul am 7. September nicht den Olympia-Zuschlag vom Internationalen Olympischen Komitee IOC erhält.

An dem IOC-Termin in Buenos Aires hängt auch der UEFA-Fahrplan für die EM 2020. Bewusst wurde die Frist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen auf den 11. September und damit zeitlich hinter die Olympia-Entscheidung gelegt. Bis Ende April will die UEFA die nationalen Verbände über die Bewerbungskriterien informieren. Am 3. Mai legt der DFB dann das nationale Ausschreibungsverfahren fest.

Am 30. August fällt die Entscheidung über den nationalen Kandidaten, eingereicht wird die Bewerbung bei der UEFA aber erst nach der IOC-Sitzung, bei der Olympia 2020 an Istanbul, Madrid oder Tokio vergeben wird.

dpa

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