DFB: Kein Freispruch für Podolski

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Podolski muss zwangsweise im Spiel gegen Hannover 96 aussetzen.

Köln - Kein Freispruch für Lukas Podolski. Der zu Unrecht mit der Roten Karte bestrafte Kölner muss jetzt dennoch seine Strafe absitzen.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) lehnte am Freitag nach einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt am Main die Rücknahme der Sperre von einer Partie für den Nationalspieler vom 1. FC Köln ab.

Damit muss Podolski im Punktspiel der Rheinländer am Sonntag bei Hannover 96 (17.30/Sky und Liga total!) pausieren. Der Stürmer hatte am vergangenen Wochenende gegen Hertha BSC Berlin (1:0) nach einer Rudelbildung und einer Auseinandersetzung mit dem Berliner Lewan Kobiaschwili von Schiedsrichter Guido Winkmann wegen unsportlichen Verhaltens die Rote Karte gesehen. Podolski soll Kobiaschwili gewürgt haben. Die TV-Bilder zeigten indes, dass sich der FC-Star keine Tätlichkeit geleistet hatte.

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Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München hatte vom Weltverband FIFA eine Reform bei Sperren nach Roten Karten gefordert. „Wenn ein Spieler im Nachhinein veruteilt werden kann, muss er natürlich im Nachhinein auch freigesprochen werden können. Es gibt viele Statuten, die reformbedürftig sind.

Ich kann der FIFA deshalb nur dringend empfehlen, diese Statuten der heutigen Medienwelt anzupassen“, sagte Rummenigge und hatte bereits im Vorfeld keine Chance für einen Freispruch für Podolski gesehen. Zuletzt hatten sich die Kölner wegen der nachträglichen Sperre des Bremers Claudio Pizarro Hoffnung auf einen Freispruch für Podolski gemacht.

Karl-Heinz Rummenigge hat den Fußball-Weltverband FIFA angesichts des aktuellen Falles von Rotsünder Lukas Podolski zu einer Änderung seiner Statuten bei automatischen Sperren nach Roten Karten aufgefordert. Der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters und Vorsitzende der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) plädiert dafür, den Fernsehbeweis im Nachhinein nicht nur zum Nachteil von Fußballern anzuwenden.

„Wenn ein Spieler im Nachhinein verurteilt werden kann, muss er natürlich im Nachhinein auch freigesprochen werden können“, erklärte Rummenigge am Freitag in München. Man könne TV-Bilder nicht „nur als Malus“ für einen Profi heranziehen wie in dieser Woche bei der nachträglichen Zwei-Spiele-Sperre des DFB-Sportgerichtes für den Bremer Stürmer Claudio Pizarro.

Man müsse sie auch als „Bonus“ verwerten können. Die vorliegenden Fernsehbilder würden eindeutig beweisen, dass Podolski bei seinem Platzverweis im Spiel gegen Hertha BSC „nichts gemacht“ habe. „Die Statuten sind reformbedürftig“, erklärte Rummenigge, „als sie gemacht wurden, gab es keine TV-Bilder.“ Er würde der FIFA „dringend Änderungen empfehlen“.

SID

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