Sandrock warnt Fans

DFB-Generalsekretär: "Eine Minute vor zwölf"

Frankfurt/Main - DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock hat in der Debatte um ein drohendes Stehplatzverbot in deutschen Stadien eine letzte Warnung an die Fans ausgesprochen.

Zum derzeitigen Stand blieben die Stehplätze erhalten, sagte er auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes: "Ich aber habe die Signale, die auch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und Lorenz Caffier, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, ausgesendet haben, so aufgefasst, dass es diesbezüglich bereits eine Minute vor zwölf ist."

Beim Sicherheitsgipfel der deutschen Proficlubs mit DFB, Deutscher Fußball Liga (DFL) sowie Friedrich (CSU) und Caffier (CDU) war am vergangenen Dienstag der Erhalt der bei Anhängern beliebten Ränge verkündet worden. Friedrich hatte allerdings betont, sollte es in der neuen Saison zu Vorfällen kommen, werde man "die ein oder andere Idee" haben. "Wir haben es gemeinsam mit den echten Fans nun alle in der Hand, die Uhr wieder zurückzudrehen", sagte Sandrock, "der Gefahr von Pyrotechnik und der Gewalt in den Stadien Einhalt zu gebieten, ist absolut alternativlos. Da sind wir alle gefordert."

Am Montag findet ein Treffen von DFB- und DFL-Vertretern mit Landesinnenministern in Berlin statt. Zuvor forderte Caffier den Fußball auf, seine Ausgaben für Fanprojekte zu erhöhen. Diese seien "eine gemeinsame Initiative aus Fußball, Kommunen und Ländern. Dabei muss es bleiben", sagte Sandrock. Der Fußball habe durch die Erhöhung seines Anteils von einem Drittel auf 50 Prozent "ein wichtiges Signal" gesendet. Die andere Hälfte teilen sich Kommunen und Länder. Die Gesamtmittel bleiben bei rund neun Millionen Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare