DFB-Frauen entspannen sich bei Shopping-Tour

+
Celia Okoyino da Mbabi hofft auf einen Platz im Mittelfeld

Berlin - Erst shoppen, dann siegen: Kurz vor dem WM-Auftakt stöberten die deutschen Fußballerinnen in den Berliner Boutiquen nach neuen Klamotten.

Am Sonntag wollen die Weltmeisterinnen ihr letztes Hemd für den ersten Erfolg auf dem Weg zur Titelverteidigung geben. „Wir wollen gut ins Spiel kommen, um die Zuschauer gleich hinter uns zu bringen. Ein Sieg zum Start wäre ganz wichtig“, sagte Bundestrainerin Silvia Neid vor dem Spiel gegen Kanada im ausverkauften Olympiastadion (18.00 Uhr/ARD).

Während Neid den Erfolg herbeisehnt, scheint der perfekte WM-Start für Spielführerin Birgit Prinz bereits vor dem Anpfiff Gewissheit zu sein. „Im Innern habe ich das Gefühl, dass es klappen wird“, sagte die 33 Jahre alte Rekord-Nationalspielerin, die ihre internationale Karriere mit dem WM-Sieg krönen und beenden möchte. „Ich hoffe, dieses Kanada-Spiel wird nicht mein letztes. Natürlich würde ich gerne mit dem WM-Pokal abtreten“, sagte Prinz, die mit 16 Jahren in einem Spiel gegen Kanada ihr Debüt im Deutschland-Trikot feierte.

Der Kader steht! So schön sind unsere WM-Träume

Der Kader steht! So schön sind unsere WM-Träume

Im Hinblick auf die Startformation für die Partie vor der europäischen Rekordkulisse von 73.680 Zuschauern kann die zuletzt nicht mehr unumstrittene Prinz der Entscheidung von Neid mittlerweile gelassen entgegensehen. Bei den vergangenen Trainingseinheiten hat sich angedeutet, dass die Torjägerin von Beginn an auflaufen wird.

Neben Prinz scheinen auch Nadine Angerer, Annike Krahn, Saskia Bartusiak, Babett Peter, Linda Bresonik, Simone Laudehr, Kim Kulig, Inka Grings und Kerstin Garefrekes gesetzt. Um den letzten freien Platz im Team streiten sich die offensiven Mittelfeldspielerinnen Melanie Behringer und Celia Okoyino da Mbabi. „Es ist nicht wichtig, wer die ersten und wer die zweiten 45 Minuten spielt. Wenn wir am Ende drei Punkte haben, bin ich auf jeden Fall zufrieden“, sagte Okoyino da Mbabi, die laut Behringer derzeit „die Nase vorne hat“.

Die Nase vorne sollten die Deutschen, die sich mit dem dritten WM-Triumph in Folge zum alleinigen Rekord-Weltmeister machen würden, am Ende auch gegen Kanada haben. In den bisherigen neun Spielen ging die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) neunmal als Sieger vom Platz, zuletzt gab es im September 2010 ein 5:0.

Ohnehin wissen von den deutschen Spielerinnen lediglich Prinz, Grings, Angerer und Ariane Hingst, wie sich eine Niederlage bei einer WM-Endrunde anfühlt. Zuletzt verloren die Deutschen, die im Fall eines WM-Sieges 60.000 Euro Prämie (plus rund 25.000 Euro aus Sponsoren-Einnahmen) pro Spielerin kassieren, im vergangenen Jahrtausend. Am 1. Juli 1999 unterlag die deutsche Elf, die bei der Endrunde vor vier Jahren in China nicht einmal ein Geg

entor kassierte, den USA 2:3 im Viertelfinale.

Dennoch will Neid, deren Vertrag kurz vor der Endrunde bis 2016 verlängert wurde, eine Niederlage nicht vollkommen ausschließen. „Man muss immer mit allem rechnen“, sagte die 47-Jährige, die lediglich auf Ersatzspielerin Martina Müller (Oberschenkelzerrung) verzichten muss: „Wir treffen auf einen sehr starken Gegner, der vor allem zweikampfstark ist. Zudem sind die Kanadierinnen gerade im Offensivbereich gut bestückt.“

Nach dem Auftakt, bei dem Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel und DFB-Präsident Theo Zwanziger auf der Tribüne mitfiebern werden, trifft die deutsche Mannschaft in den weiteren Vorrundenspielen am 30. Juni in Frankfurt/Main auf Afrikameister Nigeria (20.45 Uhr/ARD) und am 5. Juli in Mönchengladbach auf Frankreich (20.45 Uhr/ZDF). - Die voraussichtliche deutsche Mannschaftsaufstellung gegen Kanada:

Angerer - Bresonik, Krahn, Bartusiak, Peter - Laudehr, Kulig - Garefrekes, Prinz, Okoyino Da Mbabi - Grings. - Trainerin: Neid

sid

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare