So wollen DFL und DFB das Gewaltproblem lösen

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Auch bei der Partie Hannover gegen Bayern kam es zu Krawallen.

Frankfurt/Main - Der DFB und die DFL haben der geforderten Legalisierung von Pyrotechnik eine endgültige Absage erteilt. Die zunehmenden Krawalle sollen mit einer besonderen Maßnahme bekämpft werden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollen das Gewaltproblem mit einer „Task Force Sicherheit“ bekämpfen. Die beiden Verbände werden die Gründung dieses Gremiums, dem Vertreter aus Politik, Justiz, Polizei, den Fußball-Verbänden sowie der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) angehören sollen, beim „Runden Tisch“ mit Innenminister Hans-Peter Friedrich am 14. November vorschlagen. Zudem treten DFB und DFL für eine konsequente Ausschöpfung rechtlicher Mittel ein. Zu diesem Zweck sollen Gespräche mit den Generalstaatsanwaltschaften geführt werden. Das sind die Ergebnisse des Krisengipfels der Verbände am Mittwoch in Frankfurt/Main.

„Wir wollen die in vielen Bereichen bereits sehr gute und enge Zusammenarbeit mit den für Sicherheit zuständigen Stellen und Institutionen weiter intensivieren. Zielorientiert und ohne Effekthascherei, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. Neben Zwanziger nahmen Ligapräsident Reinhard Rauball, DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und DFL-Chef Christian Seifert an dem Treffen in der DFB-Zentrale teil.

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„Jetzt kommt es darauf an, den gemeinsamen Zielen konkrete und angemessene Taten folgen zu lassen. Wir dürfen uns nichts vormachen: Dies ist ein langer Weg“, sagte Rauball: „Natürlich treten wir im Einvernehmen mit den Vereinen weiter für Dialog und Prävention ein. Es muss aber klar sein, wo die Grenzen liegen, die nicht überschritten werden dürfen. Die echten Fußballfans müssen ein Teil der Lösung sein.“

Beide Verbände betonten zudem, dass sie eine Legalisierung von Pyrotechnik weiter ablehnen. „Nicht nur die staatlichen Stellen und Behörden, sondern auch FIFA und UEFA untersagen den Einsatz von Pyrotechnik. Oberste Priorität hat die Verantwortung für die Sicherheit aller Zuschauer. Es ist unstrittig, dass Feuerwerkskörper eine Gefahr für Leib und Leben darstellen“, sagte Niersbach.

sid

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