Deutschland bewirbt sich um U19-EM

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Istanbul - Beim Treffen der UEFA-Exekutive am Dienstag und Mittwoch in Istanbul hofft der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf den Zuschlag für die U19-Europameisterschaft der Junioren 2014 oder 2016.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kämpft um die Austragung der U19-Europameisterschaft der Junioren 2014 oder 2016. Theo Zwanziger reiste als deutsches Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bereits am Montag nach Istanbul, um vor der Entscheidung Werbung für den Gastgeber Deutschland zu machen. Der DFB hatte in den vergangenen Jahren erfolgreich die U21-EM (2004) und U17-EM (2009) der Junioren sowie die U19-EM (2003) und U20-WM (2010) der Juniorinnen ausgerichtet.

„Die Qualität der DFB-Bewerbung ist wie gewohnt sehr hoch, und deshalb denke ich, dass sie gute Chancen auf einen Zuschlag hat. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass Deutschland in den vergangenen Jahren zahlreiche Turniere ausrichten durfte, auch im Jugendbereich. Deshalb sollten wir nicht zu traurig sein, wenn es nicht klappt“, sagte der ehemalige DFB-Präsident Zwanziger, der aber dennoch „optimistisch“ ist, dass Deutschland den Zuschlag erhält. Beim Kongress am Donnerstag werden neben Zwanziger auch der neue Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock den DFB vertreten.

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Die Entscheidung über die Gastgeber der kommenden U19-Europameisterschaften fällt am Dienstag und Mittwoch beim Treffen der UEFA-Exekutive in Istanbul. Vor dem 36. Ordentlichen UEFA-Kongress in der türkischen Millionenmetropole unter dem Vorsitz von Präsident Michel Platini wird unter anderem zudem der Gastgeber der U21-Europameisterschaft 2015 bestimmt. Ihre Bewerbung abgegeben haben Tschechien, Österreich, Wales, Griechenland, Ungarn, Portugal und Russland.

Das UEFA-Exekutivkomitee hat in Istanbul weitere Weichen für die Zukunft des europäischen Fußballs zu stellen. So soll über die Aufnahme von Gibraltar in die UEFA diskutiert, vor allem aber die Zentralvermarktung für die Qualifikationsspiele zur WM 2014 und die EURO 2016 fixiert werden. Mit Spannung erwartet wird auch der Antrag des walisischen Fußballverbandes FAW, der darauf zielt, dass die in der englischen Premier League spielenden walisische Klubs - wie beispielsweise der FC Swansea - zukünftig im Falle einer sportlichen Qualifikation auch am Europapokal teilnehmen dürfen.

Abseits dieser anstehenden Entscheidungen hat UEFA-Chef Platini in Sachen Financial Fair Play einen harten Kurs angekündigt. Platini sagte im Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass er nicht vor unpopulären Entscheidungen zurückschrecken und keine Ausnahmen für Sünder machen werde.

„Es wird keine Rückzieher geben. Wir brauchen klare Regeln“, sagte der Europameister von 1984: „Auch die Regierungen müssen ihre Gürtel enger schnallen, und das kommt in ihren Ländern nicht gut an. Wir (die UEFA, d. Red.) werden wahrscheinlich nicht populär sein, aber wir müssen das tun. Sonst wird der Fußball zerstört werden.“

Die UEFA hat sich mit dem Financial Fair Play zum Ziel gesetzt, dass die Vereine nicht mehr über ihre Verhältnisse leben dürfen. Die Bilanzen werden erstmals 2013 geprüft. Um Übergangszeiten zu gewährleisten, dürfen 2013 bis 2015 in beiden Jahren noch 45 Millionen Minus geschrieben werden, danach bis 2018 30 Millionen. Ab dann gilt: Mehr als fünf Millionen Ausgaben über den Einnahmen sind nicht erlaubt.

sid

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