Nachbarn ernüchtert

Österreichische Presse: "Viel Lärm um nichts!"

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Auch David Alaba enttäuschte beim Nachbarschaftsduell.

Wien - Vor dem Spiel waren auch die österreichischen Medienvertreter optimistisch. Doch nach der deutlichen Pleite gegen Nachbar Deutschland, ist auch die Presse ernüchtert.

Österreich hatte auf eine Sensation gehofft, doch „das Wunder blieb aus“, klagte die Kronenzeitung nach dem 0:3 (0:1) im WM-Qualifikationsspiel in Deutschland. Die Presse in der Alpenrepublik erkannte die Überlegenheit des Gegners durchweg an, so etwa der Standard, der eine „Machtdemonstration“ der DFB-Elf in München sah. Der Kurier ging hart ins Gericht mit der eigenen Mannschaft. Diese habe „die WM-Reife über weite Strecken vermissen“ lassen. - Die österreichischen Pressestimmen im Überblick:

Der Standard: „Machtdemonstration von Deutschland. Das 0:3 muss trotz der Chancenlosigkeit keine Langzeitschäden nach sich ziehen. Vielleicht trifft man ja Deutschland bei der WM 2014 in Brasilien. Die Chance auf diese Unwahrscheinlichkeit wurde gewahrt.“

Bilder vom WM-Quali-Spiel Deutschland-Österreich

Bilder vom WM-Quali-Spiel Deutschland-Österreich

Die Presse: „Deutschland besiegt Österreich, wieder einmal. Deutschland hatte mit den Österreichern so gut wie keine Schwierigkeiten. Österreich steht einmal mehr vor einer Ernüchterung. Aus dem Mittelfeld kamen zu wenig brauchbare Bälle. Auch von David Alaba nicht.“

Kronenzeitung: „Wunder blieb aus. ÖFB-Elf unterliegt Deutschen. Österreich war chancenlos. Trotz 0:3 in München lebt die Chance noch - aber ab jetzt gilt für Österreich: Verlieren verboten.“

Kurier: „Deutschland weist Österreich in die Schranken. Gäbe es Punkte für Lautstärke und Leidenschaft der Fans, Österreich wäre in München als Sieger vom Platz gegangen. Viel Lärm um nichts. Denn im Prestigeduell mit den Deutschen bewiesen nur die Fans WM-Niveau. Die Nationalmannschaft hingegen ließ die WM-Reife über weite Strecken vermissen.“

Österreich: „0:3 - wieder nichts! Kein Wunder von München. ÖFB-Team chancenlos gegen Deutschland.“

Wiener Zeitung: „Weit am Mythos vorbei. Das Team von Marcel Koller fand den Mut erst, als es schon zu spät war.“

SID

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