Deutschland - Nigeria: Das wollen wir sehen

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Abwehrchefin: Annike Krahn (rechts) verleiht der Defensive mit ihrer Erfahrung viel Sicherheit. Hier setzt sie sich gegen die Kanadierin Jonelle Filigno durch.

Zweites Spiel, zweiter Sieg? Das fordert nicht nur Bundestrainerin Silvia Neid vor dem zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM gegen Nigeria (20.45 Uhr/ ARD) heute Abend in Frankfurt. Das erwarten natürlich auch die Fans.

Nicht zuletzt nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Kanada. Doch in dieser Partie lief noch nicht alles rund.

Das wollen wir heute ... sehen

• Tor von Birgit Prinz: Unsere Rekordnationalspielerin spielt ihre letzte WM. Da sollte sie natürlich auch das tun, womit sie Weltruhm erlangt hat: Tore schießen. Gegen Kanada klappte es noch nicht. Deshalb darf sie damit ruhig heute anfangen - um nicht noch in der K.o.-Runde an Ladehemmung zu leiden.

• Fatmire Bajramaj: Vor der WM war sie das Gesicht der deutschen Elf. Gegen Kanada saß sie lange auf der Ersatzbank. Dort muss sie auch heute Abend Platz nehmen. Denn Neid schickt die gleiche Elf aufs Feld, die schon gegen Kanada begann. Und trotzdem: Ein Spiel ohne die 23-Jährige ist nur halb so schön.

• Ausverkauftes Haus: Oh, wie war das schön. Vor 74 000 Zuschauern starteten die Deutschen in die WM. So viele Karten hätten locker auch für das WM-Stadion Frankfurt, so heißt die Commerzbank-Arena während der Titelkämpfe, verkauft werden können. Doch dort finden „nur“ 48 837 Fans Platz. Und natürlich sind wieder alle Tickets verkauft.

• La Ola auf den Rängen: Schönster Ausdruck der Fußball-Begeisterung. Die Welle im Stadion dürfen die Fans wieder starten - und vielleicht gibt’s ja nach dem Abpfiff sogar den ersten Autokorso.

Das wollen wir heute ...nicht mehr sehen

• So wenig Applaus für die Abwehr: Das gefeierte Prunkstück der Deutschen ist die Offensive. Doch darüber sollte ein anderer Mannschaftsteil nicht vergessen werden: die Abwehr. Die ist ebenso gut besetzt, schießt aber nur selten Tore, die gefeiert werden könnten. Warum also heute nicht einfach mal jede Defensiv-Aktion der starken Viererkette um Annike Krahn lautstark würdigen? Denn ohne sichere Abwehr sieht auch die beste Offensive ganz schlecht aus.

• Eine knappe Angelegenheit: 2:1 gegen Kanada - das war ungeplant knapp. Mitfiebern bis zum Schluss ist zwar schön und gut. Aber ein paar mehr Tore dürfen die Deutschen ruhig schießen. Vielleicht sollten sie sich an das Testspiel gegen Nigeria erinnern. 8:0 hieß es da am Ende. Allerdings warnt Neid: So werde sich das Team nicht noch einmal präsentieren.

• Einen Gomez-Gedächtnis-Auftritt: Bitte, liebe Kerstin Garefrekes, machen Sie nicht noch einmal den Gomez. Machen Sie doch lieber den Anti-Gomez und schießen den Ball freistehend aus sechs Metern einfach ins Tor anstatt darüber.

• Schlechtes Wetter: Es ist WM, Deutschland spielt, da muss natürlich auch die Sonne scheinen. Deshalb hoffen wir mal, dass die Meterologoen mit ihrer Prognose daneben liegen. Denn die lautet für heute: 17 Grad und Regen.

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