Vor Spiel in Kasachstan 

Löw und Bierhoff: Kunstrasen kein Problem

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Der Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff (l) und Bundestrainer Joachim Löw (Archivbild).

Frankfurt/Main - Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff sehen den ungewohnten Kunstrasen beim WM-Qualifikationsspiel in Kasachstan positiv.

„Bei diesen modernen Kunstrasen ist es für unsere technisch beschlagene Mannschaft vielleicht sogar ein Vorteil“, sagte Löw zu dfb.tv: „Besser, als wenn wir auf einem schlechten Rasen spielen würden. Manchmal findet man in solchen Ländern auch nicht perfekte Plätze vor.“

Ähnlich sieht es Bierhoff. „In manchen Ländern weiß man nicht so genau, wie die Rasenpflege ist. Da ist so ein Kunstrasen sehr positiv“, sagte der Europameister von 1996 vor der Partie am Freitag (19.00 Uhr MEZ/Sky und ZDF) in Astana: „Sie sind ja inzwischen weich und nicht mehr so stumpf. Deshalb habe ich da keine großen Bedenken.“

Einig sind sich der Bundestrainer und der Manager aber auch darüber, dass die Vorbereitung auf das Spiel in Astana besondere Maßnahmen erfordert. „Es ist auf jeden Fall eine Umstellung. Deswegen müssen wir uns im Training darauf vorbereiten“, sagte Löw: „Die Spieler sind das nicht in der tagtäglichen Arbeit gewohnt.“

Die Eckdaten der Bundestrainer-Ära Jogi Löw

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Bierhoff betonte, dass man „ein Gefühl für den Platz“ bekommen müsse. „Der Ball springt anders“, sagte er und ergänzte schmunzelnd: „Aber wir wollen den Ball sowieso in den Fuß spielen.“

Angesichts der Absagen von Lars und Sven Bender sowie Toni Kroos nach den vorherigen Ausfällen von Miroslav Klose, Holger Badstuber und Mats Hummels zeigt sich Löw als „nicht all zu sehr enttäuscht. Ich hätte die Spieler gerne dabei gehabt, aber es ist für mich keine neue Situation“, sagte er: „Unser Kader ist in der Breite besser geworden in den vergangenen zwei Jahren. Nun haben andere Spieler die Chance, sich zu zeigen. Und wir haben die Qualität, dass wir in solchen Spielen bestehen.“

Deshalb entschied sich der Bundestrainer bisher auch gegen Nachnominierungen. „Im Moment sehe ich alle Mannschaftsteile so besetzt, dass wir genug Möglichkeiten haben“, erklärte er: „Sollte es noch irgendwelche Probleme geben, müssen wir überlegen, was sinnvoll ist.“

sid

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