Gruppensieg nach Zitterpartie

Bender erlöst Deutschland

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Lars Bender trifft zum 2:1

Lwiw - Deutschland zieht bei der EM als Gruppensieger ins Viertelfinale ein - nach einer wahren Zitterpartie gegen Dänemark. Der Matchwinner heißt Lars Bender.

Tja, das war dann doch viel spannender als von vielen erwartet…

Mit 2:1 besiegt Deutschland Dänemark in Lemberg durch Tore von Podolski (19.) und Lars Bender (80.). Krohn-Dehli hatte die Partie mit seinem 1:1 (24.) eine knappe Stunde lang ziemlich nervenaufreibend gemacht. Alles Wurscht jetzt!

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Mit diesem Sieg ist klar: Die DFB-Auswahl beendet ihre Vorrunden-Gruppe B als Erster, trifft nun am Freitag im Viertelfinale von Danzig (20.45 Uhr) auf Griechenland. Ein mögliches Halbfinale fände am Donnerstag, 28. Juni, in Warschau statt. „Wir haben neun Punkte in dieser extrem schweren Gruppe geholt, das ist klasse“, sagte Jogi Löw 20 Minuten nach Schlusspfiff mit entspannter Miene.

Keine Experimente! Mit dieser Devise war der Bundestrainer ins entscheidende dritte Gruppenspiel gegen das Team von Morten Olsen gegangen. Nur Lars Bender war neu in der Startelf. Der Ex-Löwe von Bayer Leverkusen ersetzte den gelbgesperrten Jerome Boateng rechts in der Viererkette, bestritt sein neuntes Länderspiel – und wurde zum treffenden Erlöser.

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Ex-Dänen-Keeper Peter Schmeichel, Europameister von 1992, hatte seinem Team via Twitter einen Ratschlag mit auf den Weg gegeben: „Notiz an Morten Olsen: Gomez darf nicht an den Ball kommen, während der EM hatte er ihn für 22 Sekunden und traf dreimal!“

Gomez kam trotzdem an den Ball. Zwar traf er am Sonntag nicht ins Tor, dafür konnte er einen Assist verzeichnen. Per Hacke verfeinerte er in der 19. Minute eine Hereingabe von Müller auf Podolski, der künftige Londoner knallte die Kugel in seinem 100. Länderspiel mit seinem ansonsten nur als Standbein verwendeten rechten Knochen in den Kasten. Das hochverdiente 1:0, nachdem Müller bereits in der 6. Minute eine Hundertprozentige vergeben hatte. Dummerweise markierte der Poldi-Treffer auch das Ende der deutschen Dominanz.

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Krohn-Dehli glich in der 24. Minute per Kopf aus. Vorausgegangen waren zwei verlorene Kopfballduelle nach einer Ecke. Bender und Schweinsteiger ließen Bendtner köpfeln, besagter Krohn-Dehli von Bröndby Kopenhagen hatte seinen Schädel eher am Ball als Mats Hummels. Hatte da jemand die gefährlichen dänischen Standards unterschätzt?

Es wurde jedenfalls reichlich aufregend. Nach dem 2:1 der Portugiesen gegen Holland war das deutsche Team nur ein Gegentor vom Ausscheiden entfernt. Bendtner hatte in der 76. Minute eine Großchance, die Badstuber per Trikotzupfer vereitelte. Hätte auch Elfer geben können.

Aber dann der erlösende Konter. 80. Minute: Khedira auf Özil, Klose verpasst den Diagonalpass, doch Bender ist mitgelaufen und schiebt mit rechts ein. Werden jetzt vielleicht auch die Löwen ein bisserl Europameister?

lk, mic, jj (tz)

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