Ein Jahr "Sicheres Stadionerlebnis"

DFL: Liegen richtig mit Sicherheitskonzept

+
Wie hier in Hamburg, protestierten die Fußball-Fans voir einem Jahr gegen das Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" der DFL.

Frankfurt/Main - Ein Jahr nach der Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitskonzepts hat die Deutsche Fußball Liga eine zurückhaltende Bilanz gezogen.

"Insgesamt glaube ich, dass wir zusammen mit dem DFB große Anstrengungen umgesetzt haben. Aber Auswüchse wird es auch zukünftig geben", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Frankfurt/Main. Er verwies auf eine Marktforschungsstudie, wonach sich 96 Prozent der Stadionbesucher sicher fühlen.

"Aber wir sind keine Traumtänzer. Wir brauchen die Politik, die Polizei, die vernünftigen Fans, die Vereinsvertreter", sagte Rettig. Die DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützen die Fanarbeit inzwischen mit über 10 Millionen Euro im Jahr.

Bei den Vereinen habe es viele strukturelle Verbesserungen in der Fanarbeit gegeben, so Rettig. Der Ligaverband startet jetzt ein "Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur" (PFiFF). Dafür stehen 500 000 Euro zur Verfügung, unter anderem für Programme gegen rechtsextreme Tendenzen in der Fanszene. Das Sicherheitskonzept war am 12. Dezember vergangenen Jahres vom Ligaverband beschlossen worden - nach wochenlangen Protesten und bundesweiten Debatten.

dpa

Kommentare