Jiracek haut VfL an Euro-League-Plätze ran

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Die Wolfsburger Ricardo Rodriguez (l) und Petr Jiracek kämpfen mit dem Freiburger Ivan Santini um den Ball.

Wolfsburg - Ein rasantes Spiel mit drei Toren in der Anfangs-Viertelstunde lieferten sich der VfL Wolfsburg und der SC Freiburg. Dank eines Doppelpacks von Jiracek darf der VfL international träumen.

Trotz eklatanter Abwehrschwächen hat sich der VfL Wolfsburg aus der Abstiegszone verabschiedet. Vor allem dank der Tore des tschechischen Neuzugangs Petr Jiracek (5./61. Minute) gewannen die Niedersachsen zum Auftakt des 21. Spieltags mit 3:2 (2:2) gegen den SC Freiburg und verbesserten sich vorerst auf den achten Tabellenplatz.

Vor 23.075 Zuschauern in der Volkswagen-Arena erzielte Marcel Schäfer (14.) am Freitag den weiteren Treffer für das Team von Felix Magath. Der Tabellenletzte aus Freiburg bewies große Moral und holte durch Johannes Flum (11.) und Daniel Caligiuri (38.) zweimal einen Rückstand auf, stand aber am Ende dennoch mit leeren Händen da.

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Die unterhaltsame, wenngleich nicht hochklassige Begegnung lebte in erster Linie von Fehlern. Die leistete sich vor der Pause vor allem die Defensive der Wolfsburger, die die letzten drei Heimspiele ohne Gegentor überstanden hatte, aber diesmal in Ricardo Rodriguez einen Schwachpunkt in ihren Reihen hatte. Den flinken Caligiuri bekamen die Hausherren nur selten in den Griff. Aber auch im Spiel nach vorne lief es im Gefüge des im Winter für Millionen runderneuerten VfL noch längst nicht rund. Immerhin bewies Jiracek zweimal seine Qualitäten im Abschluss.

Die Partie in der Kältekammer VW-Arena lief zunächst nur in eine Richtung - auf das Tor von Oliver Baumann. Der Freiburger Schlussmann verhinderte in der 4. Minute gegen Giovanni Sio den drohenden Rückstand, kaum mehr als 60 Sekunden später war es dann aber doch passiert. Im Anschluss an die dritte Wolfsburger Ecke traf der Tscheche Jiracek aus spitzem Winkel zu seinem ersten Liga-Tor. Der schnelle Ausgleich durch Flum, der nach einem abgeblockten Schuss von Caligiuri im Nachsetzen erfolgreich war, konnte die Magath-Elf nicht schocken. Denn schon mit dem nächsten Angriff gelang Schäfer das 2:1. Der wendige Sio leistete mit der Hacke gekonnt die Vorarbeit, stand dabei aber deutlich in Abseitsposition.

“Es zieht sich fast durch jedes Spiel, dass wir benachteiligt werden“, kommentierte SC-Sportdirektor Dirk Dufner diese Szene. Doch der VfL konnte nicht nachlegen. Statt durch die erneute Führung Sicherheit zu gewinnen, brachten sich die Niedersachsen selbst wieder in Schwierigkeiten. Sieben Minuten vor der Pause bestrafte Caligiuri eine von zahlreichen Nachlässigkeiten mit einem Schuss in den Torwinkel - 2:2.

Die zweite Spielhälfte begann wie die erste: Mit Wolfsburger Druck. Mario Mandzukic (52.) und Sio (53.), dessen Schuss Baumann mit toller Reaktion entschärfte, besaßen die nächsten Möglichkeiten. Gegen den von Fallou Diagne abgefälschten Jiracek-Schuss nach gut einer Stunde war dann auch der SC-Keeper machtlos. Zwar waren die Freiburger bis zum Schluss um den abermaligen Ausgleich bemüht, doch die VfL-Defensive ließ nichts mehr zu.

dpa

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