Dämpfer für Eintracht - Paderborn und Aachen siegen

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Frankfurts Mohamadou Idrissou liegt am Boden. Frankfurt und Ingolstadt trennen sich unentschieden.

München - Eintracht Frankfurt erleidet einen Dämpfer im Unternehmen Aufstieg. Paderborn bleibt im Rennen um den Relegationsplatz. Aachen meldet sich im Kampf gegen den Abstieg zurück. Die Zweitliga-Zusammenfassung:

Dämpfer für Eintracht Frankfurt: Der Etatkrösus der 2. Fußball-Bundesliga kam am Mittwoch gegen das Mittelklasse-Team des FC Ingolstadt nur zu einem 1:1 (0:0) und muss ein Jahr nach dem Abstieg aus dem Oberhaus möglicherweise doch noch mal um den direkten Wiederaufstieg zittern. Im Rennen um den Relegationsplatz konnte der SC Paderborn nach den Siegen der Konkurrenz nachziehen und gewann mit 2:0 (1:0) bei Erzgebirge Aue. Abstiegskandidat Karlsruher SC schlug Dynamo Dresden 2:0 (0:0), bleibt aber akut gefährdet. Dasselbe gilt für Alemannia Aachen trotz des 2:0 (2:0)-Erfolges gegen den VfL Bochum. Der MSV Duisburg verlor bei 1860 München mit 1:2 (0:0).

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Tabellenführer Greuther Fürth hatte am Dienstag bei Eintracht Braunschweig nur ein 0:0 erreicht - trotzdem sieht es bestens aus für die Franken: Sieben Punkte Vorsprung hat die Spielvereinigung auf den Tabellendritten aus Düsseldorf, der 1:0 gegen den FSV Frankfurt gewonnen hatte. “Wir können ja nicht erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen“, unkte Fürths Erfolgstrainer Mike Büskens. Mit einem Zähler weniger als die Fortuna rangiert der FC St. Pauli (am Dienstag 2:1 gegen Union Berlin) in Lauerstellung auf Rang vier.

Lange im Griff hatte die Frankfurter Eintracht das Geschehen gegen Ingolstadt - Torchancen aber blieben Mangelware. Statt Jubel ernteten die Spieler schon zur Pause Pfiffe von den Tribünen, es fehlte dem teuersten Team der Liga schlichtweg an Kreativität. Erst Mohamadou Idrissou (49. Spielminute) erlöste die Hessen - bis Ingolstadts Ahmed Akaichi (71.) unverhofft das 1:1 gelang. Die Eintracht bleibt Tabellenzweiter und hat vier Spiele vor Schluss immerhin noch fünf Punkte Vorsprung auf den von Düsseldorf belegten Relegationsplatz.

Nur drei winzige Pünktchen hatte der SC Paderborn aus den jüngsten fünf Spielen geholt und seine gute Ausgangsposition im Rennen um den Relegationsplatz damit unnötig verspielt. Nun immerhin sorgten Lukas Rupp (45.) und Nick Proschwitz (68. Minute/17. Saisontor) für den ersten Dreier seit dem 3. März. Paderborn bleibt mit 55 Zählern in Schlagdistanz zu Düsseldorf (57) und St. Pauli (56).

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Aachen zeigte sich im zweiten Spiel nach der Inthronisierung seines neuen Trainers Ralf Aussem bestens aufgelegt - und gefährlich. David Odonkor (26.) und Winter-Zugang Albert Streit (39.) schossen die Alemannen gegen Bochum schon zur Pause klar in Führung und gaben ihrem Verein neue Hoffnung im Abstiegskampf. Zudem sah Bochums Philipp Bönig (52.) die Gelb-Rote Karte. Nach fünf Pleiten am Stück und der Trennung von Coach Friedhelm Funkel war Aachen in der ersten Partie unter Aussem nur zu einem 3:3 in Ingolstadt gekommen.

Platz 18 hat die Alemannia trotzdem weiter inne - weil zeitgleich auch der Karlsruher SC drei Punkte einheimste. Die Badener zeigten gegen Dresden eine Halbzeit lang fast gar nichts, dann schlugen Ionut Rada (57.) und Gaetan Krebs (77.) zu und sicherten drei Punkte.

Am besten drauf im Tabellenkeller ist derzeit Hansa Rostock: Am Dienstag gelang den Mannen von der Ostsee mit einem 1:0 in Cottbus schon der dritte Sieg in Serie, Hansa kletterte auf den Relegationsplatz 16. Der Glaube an den Klassenverbleib ist zurück. “Vor ein paar Wochen hat keiner mehr einen Pfifferling auf uns gegeben. Die Mannschaft hat aber immer an sich geglaubt - nun wird sie dafür belohnt“, urteilte Trainer Wolfgang Wolf.

Die Münchner “Löwen“ enttäuschten ihre wenigen Anhänger in der gähnend leeren Allianz Arena über weite Strecken, schließlich aber durfte der TSV 1860 gegen Duisburg seinen ersten Heimsieg seit Mitte Februar bejubeln. Verteidiger Guillermo Vallori (58. Spielminute) und Torjäger Benjamin Lauth (71.) trafen für Sechzig, zwischenzeitlich hatte Duisburgs Emil Jula (69.) für den Ausgleich gesorgt.

Von Michael Brehme

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