Ronaldo und Mourinho schmeicheln den Bayern

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José Mourinho (l.) und Cristiano Ronaldo haben Respekt vor den Bayern.

Madrid - Pflichtaufgabe erfüllt, nun folgt die Kür: Real Madrid steht nach dem Viertelfinal-Erfolg gegen APOEL Nikosia im Halbfinale der CL und trifft dort auf die Bayern. Real-Coach Jose Mourinho hat bereits gehörigen Respekt vor dem deutschen Rekordmeister.

Das Traumfinale in der Champions League gegen den Erzrivalen FC Barcelona ist zum Greifen nahe, doch daran verschwenden die „Königlichen“ lieber noch keinen Gedanken: Vielmehr verspürt Real Madrid nach dem Einzug in das Halbfinale der Königsklasse geradezu auch Angst vor der „schwarzen Bestie“, wie der kommende Gegner Bayern München in der spanischen Hauptstadt voller Ehrfurcht genannt wird. „Bayern ist sehr kompliziert, sehr schwer. Es wird ein packendes Halbfinale mit zwei starken Mannschaften. Noch sehe ich uns nicht im Finale, denn Bayern hat eine Mannschaft, die die Champions League gewinnen kann“, sagte Superstar Cristiano Ronaldo nach dem 5:2 (2:0) im Viertelfinal-Rückspiel gegen „Underdog“ APOEL Nikosia (Hinspiel: 3:0). „Ich sehe mich natürlich noch nicht im Finale“, sagte der Portugiese. „Die Bayern können durchaus die Champions League gewinnen.“ Reals Vorstandsmitglied Emilio Butragueño unterstrich: „Das Halbfinale wird für die Zuschauer fantastisch sein und für uns gefährlich. Mit Spielern wie Ribéry, Robben oder Müller können die Bayern einen Gegner jederzeit in Bedrängnis bringen.“

Im Schongang und ohne die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira, der am Mittwoch seinen 25. Geburtstag feierte, zog Real in die Runde der letzten Vier ein. Ronaldo (26., 75.), Kaka (36.), Jose Callejon (80.) und Angel di Maria (84.) erzielten die Treffer in einer erst am Ende turbulenten Partie, Gustavo Manduca (67.) und Esteban Solari (83.) trafen für die Gäste.

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

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Am 17. April gastiert das Team von Reals exzentrischem Trainer Jose Mourinho im Halbfinal-Hinspiel in der Münchner Allianz-Arena, das Rückspiel steigt am 25. April im Stadion Bernabeu. Und neben Ronaldo weiß insbesondere Mourinho, was Madrids Starensemble in den beiden Spielen gegen den deutschen Rekordmeister erwartet. „Ich hätte einen leichteren Gegner bevorzugt. Bayern München ist wirklich ein sehr gefährlicher Gegner. Ich kenne sie noch gut vom Finale 2010, aber wir sind gewappnet. Bayern hat eine große Mannschaft, sie gehört zu den besten der Welt. Arjen Robben und Franck Ribery sind zwei Flügelstürmer der Extraklasse“, sagte der Portugiese, der im April sowohl den Titel in den Primera Division als auch den Einzug in das Finale der Champions League perfekt machen will. Das Sportblatt „Marca“ ergänzte: „Für Real führt der Weg zum zehnten Europacupsieg zweimal durch das Stadion des FC Bayern.“

Die Münchner werden Real wohl mehr fordern als Außenseiter Nikosia. Im Schongang und ohne die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira, der am Mittwoch seinen 25. Geburtstag feierte, zog Real in die Runde der letzten Vier ein. Ronaldo (26., 75.), Kaka (36.), Jose Callejon (80.) und Angel di Maria (84.) erzielten die Treffer in einer erst am Ende turbulenten Partie, Gustavo Manduca (67.) und Esteban Solari (83.) trafen für die Gäste.

Bereits viermal traf Real im Halbfinale der Königsklasse schon auf München (1976, 1987, 2000, 2001). Dabei kamen die Bayern nur einmal (2000) nicht weiter. Die bisherige Bilanz gegen Real: 18 Spiele, 10 Siege, 6 Niederlagen, 2 Unentschieden. Den vermeintlichen Vorteil, dass Real zunächst auswärts antreten darf, sieht Mourinho denn auch nicht. „Die Atmosphäre in München wird schwierig sein. Wir müssen abwarten, ob wir das im Bernabeu ausgleichen können. Bayern und Real haben sich in der Vergangenheit große Duelle geliefert“, sagte Mourinho, der allerdings gute Erinnerungen an das letzte Duell mit den Bayern hat. Im WM-Jahr 2010 gewann Mourinho als Trainer von Inter Mailand das Champions-League-Finale gegen München in Madrid 2:0 und ließ den Bayern in einem einseitigen Endspiel nicht den Hauch einer Chance.

Mourinho erwartet kein Final-Duell zwischen seinem derzeitigen Team und seinem ehemaligen Klub. „Ich will ehrlich sein: Ich glaube nicht, dass das Endspiel Madrid gegen Chelsea heißt“, sagte der Real-Coach. Da man getrost davon ausgehen kann, dass „The Special One“ nicht an ein Aus seiner Königlichen gegen die Bayern glaubt, dürfte die Skepsis seinem englischen Ex-Klub gelten.

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Allerdings haben Mourinho, Ronaldo und Co. im April nicht nur den Einzug in das Finale der Champions League am 19. Mai in München im Visier. Mindestens genauso wichtig ist für den Traditionsklub der Gewinn der spanischen Meisterschaft. Bei sechs Punkten Vorsprung auf Barcelona hat Real zwar eine glänzende Ausgangslage, die kommenden Gegner haben aber ebenfalls nichts zu verschenken.

Real trifft im April noch auf den Tabellen-Dritten FC Valencia, danach auf den Stadtrivalen Atletico Madrid und eben Barcelona. „Aber meine Mannschaft ist derzeit topfit und für den heißen April bestens präpariert“, sagte Mourinho.

sid

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