1860 kann doch noch gewinnen

Cottbus bleibt oben dran - FSV-Pleite zuhause

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Ivica Banovic markierte per Elfer den 2:0-Endstand im Ost-Derby gegen Dresden.

Köln - Energie Cottbus bleibt in der 2. Bundesliga auf Aufstiegskurs, für Dynamo Dresden und Jahn Regensburg wird die Luft immer dünner. 1860 kann doch noch gewinnen.

Zweitligist Energie Cottbus hat im brisanten Derby seine Aufstiegsambitionen untermauert und den Ostrivalen Dynamo Dresden tiefer in die Krise geschossen. Der Mannschaft von Trainer Rudi Bommer reichte im heimischen Stadion der Freundschaft gegen harmlose Gäste eine durchschnittliche Leistung zum 2:0 (2:0)-Sieg. Damit haben die Lausitzer nur noch einen Punkt Rückstand auf den direkten Aufstiegsrang zwei.

Einen Dämpfer im Rennen um die Bundesligaplätze kassierte dagegen der FSV Frankfurt. Die überraschend stark in die Saison gestarteten Hessen verloren ihr Heimspiel gegen 1860 München mit 0: 1 (0:1). An Frankfurt zog in der Tabelle der FC Ingolstadt dank des etwas glücklichen 4:2 (0:1) gegen Aufsteiger Jahn Regensburg vorbei. Bei Regensburg stand Sportdirektor Franz Gerber als Interimstrainer an der Seitenlinie.

Die Energie-Fans hatten derweil ihre helle Freude am lange Zeit einseitigen Duell der beiden Traditionsmannschaften aus dem Osten. „Macht sie nieder, schießt sie aus der Liga“, hallte es immer wieder aus dem Cottbuser Fanblock. Dennis Sörensen (7.) und Ivica Banovic (30./Foulelfmeter) erzielten die Treffer gegen schwache Dresdner. Vor allem auf Dynamo-Trainer Ralf Loose dürfte der Druck durch die vierte Niederlage in Folge deutlich zunehmen.

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

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„Das war von Dynamo eine lasche und unkonzentrierte Spielweise, ohne Wucht und Tempo“, kritisierte in der Halbzeitpause am Sky-Mikrofon Eduard Geyer, der in seiner langen Trainerkarriere beide Klubs betreut hatte. In Dresden müsse man sich „langsam Gedanken machen, wie man den Abstieg vermeiden will“, warnte „Ede Gnadenlos“.

Gegen Energie lieferte der achtmalige DDR-Oberligameister spielerisch und kämpferisch vor allem in der ersten Halbzeit eine dürftige Vorstellung ab. Die Defensive offenbarte große Abstimmungsprobleme, in der Offensive hing Torjäger Mickael Pote bis auf seinen Pfosten-Treffer (65.) meist wirkungslos in der Luft. Negativer Höhepunkt war der Platzverweis des übermotivierten David Solga, der nur drei Minuten nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels sah.

Dennoch sah Trainer Loose positive Ansätze: „Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht, dem Spiel eine Wende zu geben. Das zeigt mir, dass die Mannschaft will.“ Kapitän Robert Koch haderte jedoch mit der Situation: „Wir rennen und machen, aber am Ende bringt es nichts. So grausam kann nur der Fußball sein.“

Bereits am Samstag hatte Aufstiegsaspirant 1. FC Kaiserslautern beim 1:1 beim SC Paderborn in Unterzahl zumindest einen Punkt gerettet. Die Pfälzer bleiben wie auch Tabellenführer Eintracht Braunschweig ungeschlagen. „Kompliment an meine Mannschaft, wir haben Moral bewiesen und in Unterzahl das 1:1 verteidigt“, sagte FCK-Trainer Franco Foda.

Denis Linsmayer, der in der 69. Minute nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte, entschuldigte sich bei der Mannschaft: „Es tut mir leid. Ich bin froh, dass die Jungs das Spiel noch über die Runden gebracht haben.“

SID

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