Cissé knipst bei Debüt - ManU startet Aufholjagd

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Papiss Demba Cissé hat sich mit dem Wechsel nach England einen Traum erfüllt.

London - Der Ex-Freiburger Cissé traf gleich bei seinem Debüt für Newcastle und wurde in höchsten Tönen gelobt. Manchester United gelang nach einer dramatischen Aufholjagd beim FC Chelsea noch ein 3:3.

Papiss Demba Cissé hat als Siegtorschütze für Newcastle United einen Traumeinstand in der englischen Premier League gefeiert. Mit seinem sehenswerten Halbvolley zum 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen Aston Villa ließ der Ex-Freiburger seine Magpies weiter von der Champions League träumen. Im Titelrennen konnte Manchester United am Sonntag einen 0:3-Rückstand beim FC Chelsea noch in ein 3:3-Remis verwandeln. Dennoch wartet der englische Fußball-Rekordmeister weiter auf seinen ersten Sieg an der Stamford Bridge seit zehn Jahren. United hat nun wieder zwei Punkte Rückstand auf den Stadtrivalen Manchester City (57 Punkte), der 3:0 zu Hause gegen Fulham gewann.

Der FC Arsenal um Nationalspieler Per Mertesacker feierte mit einem Robin van Persie in Gala-Form ein 7:1-Schützenfest gegen die Blackburn Rovers. Als Sechster (40) machten die Gunners damit im Kampf um die Champions-League-Plätze Boden gut auf Chelsea (43), liegen aber hinter dem Fünften Newcastle (42).

Zwölf-Millionen-Euro-Winterzukauf Cissé, der in der 14. Minute für den angeschlagenen Leon Best eingewechselt worden war, wurde nach seinem Siegtor (71.) in höchsten Tönen von seinem Trainer Alan Pardew gelobt: “Deshalb bezahlt man viel Geld - für diese Qualität.“ Cissés senegalesischer Nationalmannschaftskollege Demba Ba, der Ex-Hoffenheimer, hatte Newcastle zunächst mit seinem 16. Saisontor in Führung gebracht (30.), ehe der von L.A. Galaxy ausgeliehene Robbie Keane für Aston Villa ausglich (45.+5.).

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Für das mit Spannung erwartete Prestigeduell zwischen Chelsea und ManU hatte sich sogar der Ex-Chelsea-Star und frühere deutsche Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack als Zuschauer angekündigt. Der Abend für United begann bitter durch ein Eigentor von Jonathan Evans (36.). In der zweiten Hälfte schienen die die West-Londoner die Gäste dann geradezu zu zerlegen mit einem Klasse-Volley-Tor durch Juan Mata (46.) und David Luiz (50.)

Aber ManU-Superstar Wayne Rooney, der rechtzeitig wieder fit geworden war, leitete mit zwei verwandelten Foulelfmetern (58./69.) die Aufholjagd ein, die durch den 3:3-Ausgleich des eingewechselten Mexikaners Javier Hernandez gekrönt wurde. “Das waren natürlich zwei verlorene Punkte“, befand Rooney trotzdem.

Nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Serie war Arsenal-Trainer Arsène Wenger erleichtert: “Ich geb' nicht so viel auf die sieben Tore. Mir ist einfach wichtig, dass wir gewonnen und gut gespielt haben.“ Bedanken konnte er sich einmal mehr beim Topscorer der Liga: van Persie schoss seine Saisontore 20, 21 und 22 (2. Minute/38./62.). Außerdem erzielte der 18-jährige Alex Oxlade-Chamberlain seine ersten beiden Premier-League-Tore (40./54.), der Spanier Mikel Arteta traf (51.) ebenso wie der ausgeliehene Rückkehrer Thierry Henry (90+2.) in seinem voraussichtlich letzten Heimspiel für die Gunners.

ManCitys 3:0 gegen Fulham war der zwölfte Heimsieg im zwölften Heimspiel der Saison. Gegen das Team des früheren HSV-Trainers Martin Jol markierte Sergio Aguero per Foulelfmeter (10.) seinen 15. Saisontreffer, der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko traf zum zwölften Mal (72.). Dazwischen schoss Fulhams Chris Baird (30.) ein Eigentor.

dpa

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