Daum: "Keine Angebote aus Deutschland"

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Christoph Daum.

Brügge - Trainer Christoph Daum verlässt den belgischen Traditionsklubs FC Brügge zum Saisonende, hat ein Angebot aus Deutschland aber dementiert. Lust auf die Bundesliga verspürt der Coach aber allemal.

 „Es gab viele Spekulationen in den letzten Tagen. Aber nochmals: Ich habe bisher noch kein Angebot erhalten. Mein Abschied hat nichts damit zu tun“, sagte Daum nach dem 2:1 bei Meister KRC Genk am Donnerstag. Zuletzt war der 59-Jährige mit Hertha BSC, das einen Nachfolger für Trainer Otto Rehhagel sucht, und seinem Ex-Klub 1. FC Köln in Verbindung gebracht worden.

Daum, dessen Vertrag in Brügge noch bis 2013 lief, gab „persönliche und familiäre“ Gründe für seine Entscheidung an. „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass ich nie ganz weg sein werde. In meinen Gedanken werde ich immer bei ihnen bleiben“, so Daum. Durch den Sieg in Genk hatte sich der FC Brügge den zweiten Tabellenplatz und die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation gesichert.

Daum hatte in Brügge im November 2011 nach dem Bundesliga-Abstieg mit Eintracht Frankfurt eine neue sportliche Herausforderung gefunden. Die Trennung von der Familie in Köln stört ihn allerdings, wie er zuletzt in einem Interview mit dem Magazin Playboy bestätigte. „Dass die Familie aus schulischen Gründen in Köln bleiben musste, ist ein großer Nachteil“, sagte Daum am Donnerstag dem Sport-Informations-Dienst (SID), der „diese räumliche Trennung auf Dauer nicht haben möchte“.

Auch deswegen sei irgendwann eine Rückkehr in die Bundesliga möglich. „Na klar“, antwortete Daum auf die Frage, ob er sich das in Zukunft vorstellen könne. In Köln war Daum zwischen 1981 und 1990 sowie zwischen 2006 und 2009 als Trainer angestellt. Nach seiner zweiten Amtszeit wechselte er zu Fenerbahce Istanbul. Zuletzt hatten sich beide Seiten gestritten, nachdem Daum behauptet hatte, Köln habe damals ihm gegenüber getätigte Zusagen bezüglich Spielerverpflichtungen nicht eingehalten.

sid

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