Huntelaar wohl fit

Schalke ohne Sechs in Istanbul

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Raffael ist in der Champions League nicht für Schalke spielberechtigt

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 muss am Mittwoch im Achtelfinalhinspiel der Champions League bei Galatasaray Istanbul etliche Spieler ersetzen.

Trotz eines kleinen Schrittes aus der sportlichen Krise gehen die Diskussionen um die Nachfolge von Trainer Jens Keller beim FC Schalke 04 mit unverminderter Intensität weiter. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Montag) soll der scheidende Bayern-Coach Jupp Heynckes im Sommer nach Gelsenkirchen zurückkehren. „Unser Kommentar dazu lautet: kein Kommentar“, sagte Schalkes Pressesprecher Thomas Spiegel dazu am Montag.

Der 67 Jahre alte Heynckes, der am Morgen mit dem Bayern-Team zum Champions-League-Achtelfinale beim FC Arsenal geflogen war, saß bereits von Juli 2003 bis September 2004 als Cheftrainer auf der Bank der „Königsblauen“, wurde damals nach einem Fehlstart in die neue Saison jedoch durch Ralf Rangnick ersetzt.

„Das kann ich mir jetzt überhaupt nicht vorstellen. Das ist wohl ein kleiner Aprilscherz“, kommentierte der mit Heynckes gut befreundete Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor dem Abflug nach London die neuesten Spekulationen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schloss ein Engagement des Fußball-Lehrers beim Revierclub zumindest nicht aus: „Er macht einen super Job bei Bayern München. Ich weiß aber nichts über die Pläne von Schalke und Jupp Heynckes.“

Ob das Interesse an Heynckes mehr als eine wilde „Spekulation“ ist, wie Manager Host Heldt meinte, wird sich zeigen. Die „Bild“ führte einige einleuchtende Argumente für die Liaison mit dem in Mönchengladbach geborenen Heynckes an: Er besitzt nach wie vor sein Haus in Schwalmtal am Niederrhein nahe der niederländischen Grenze, nur etwa 90 Kilometer von Gelsenkirchen entfernt.

Dass durch die brodelnde Gerüchteküche die Vorbereitung auf das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Galatasaray Istanbul leidet, ist fast unumgänglich. Der vom ersten Tag an umstrittene Keller versucht, die Diskussionen auszublenden und sein schwächelndes Team nach dem 2:2 in Mainz auf die Partie an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) im Hexenkessel von Istanbul vorzubereiten. Dort soll ein schlagkräftiges Team auflaufen, das ein gutes Ergebnis holt.

Zumindest gab es auch mal wieder eine gute Nachricht auf Schalke: Der in der Königsklasse schon viermal erfolgreiche Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hat seine Augenverletzung überwunden und ist wieder einsatzfähig. Nach einer weiteren Kontrolle gaben die Ärzte Grünes Licht, Huntelaar konnte am Nachmittag im Training wieder voll mitmischen und ist eine Option für die Startelf.

Dennoch bleibt die Schalker Personalnot groß beim türkischen Meister, der sich in der Winterpause mit den beiden Top-Stars Wesley Sneijder und Didier Drogba verstärkte. Es fehlen die verletzten Atsuto Uchida, Ibrahim Afellay, Kyriakos Papadopoulos, Ciprian Marica (Meniskus-OP), Christoph Moritz und Lars Unnerstall. Winterzugang Raffael ist nicht spielberechtigt, weil er im laufenden Wettbewerb schon für Dynamo Kiew gespielt hat. Große Hoffnungen ruhen auf Michel Bastos. Der Ende Januar von Olympique Lyon ausgeliehene Brasilianer rettete mit seinem „Doppelpack“ in Mainz das Remis.

dpa

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