"Café King" vorübergehend geschlossen

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Das Café King in Berlin (Archivfoto aus dem Jahr 2005)

Berlin - Kurz vor der Fußball-EM hat die internationale Wettszene einen wichtigen Anlaufpunkt verloren. Das berüchtigte “Café King“ in Berlin ist für die Dauer des Wettskandal-Prozesses vor dem Bochumer Landgericht geschlossen worden.

Das hat Besitzer Milan Sapina den Richtern am Dienstag erklärt. “Ich brauche meine Ruhe“, sagte der 47-Jährige. “Ich habe zu viele Termine vor Gericht. Dafür muss ich meinen Kopf frei haben.“

Danach werde das Café jedoch wieder geöffnet. Zu den Manipulationsvorwürfen hat sich der ältere Bruder des bereits zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilten Wettpaten Ante Sapina noch nicht geäußert.

Das “Café King“ war schon beim Skandal um DFB-Schiedsrichter Robert Hoyzer Ausgangspunkt für die Manipulation von Fußballspielen. Milan Sapina war damals zu 16 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Im neuen Wettskandal-Prozess vor dem Bochumer Landgericht geht es um 35 mutmaßlich manipulierte Spiele - bis hoch zur WM-Qualifikation.

Mitangeklagt sind vier weitere Männer und ein früherer Fußball-Profi, der zuletzt beim belgischen Zweitligisten UR Namur unter Vertrag stand. Vor dem Bochumer Landgericht sagte der Mann: “Der Staatsanwalt hat meine Karriere beendet.“

dpa

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