"Cacau-Block" im Stadion beim Länderspiel

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Cacau bekommt Besuch

Stuttgart - Cacau erlebt einen Höhepunkt in seinem ungewöhnlichen Fußballerleben. Mit dem DFB-Team tritt er gegen sein Geburtsland Brasilien an. Und das in seiner neuen Heimat Stuttgart.

Der Schwiegervater fliegt mit seinem Bruder aus Südamerika ein, die Mama sitzt in Brasilien mit den Geschwistern vor dem Fernseher: Für Cacau wird das Fußball-Länderspiel gegen seine alte Heimat zu einem Familienfest und einem Festival der Emotionen. “Für mich ist das ein Traum, der in Erfüllung geht. Es ist für mich eine Ehre, dabei zu sein“, sagte der Offensivmann des VfB Stuttgart vor dem Duell mit der Seleçao am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) in seiner neuen Heimat.

An Unterstützung wird es dem 30-Jährigen im Ländle nicht mangeln. 60 Tickets hat Cacau für Familie und Freunde beim DFB bestellt. Eine Bedingung gilt aber auch für seine brasilianischen Bekannten im “Cacau-Block“ der neuen Stuttgarter Arena. “Ich vergebe Karten nur, wenn sie für Deutschland sind“, erzählte er mit einem Lächeln.

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Vor elf Jahren drückte Cacau noch selbst dem jetzigen Gegner die Daumen. In Brasilien verfolgte er das WM-Endspiel zwischen dem Rekordchampion und Deutschland vor dem Fernseher. Nach dem 2:0-Sieg lief er jubelnd auf die Straße. “Damals war noch nicht absehbar, wie sich mein Leben entwickeln wird“, sagte er. Drei Jahre zuvor war er nach Deutschland gekommen und schaffte durch den Fußball eine Bilderbuch-Integration. Heute ist er DFB-Botschafter und setzt sich für ein friedliches Miteinander der Kulturen ein.

Ob die vielen Cacau-Fans ihren Liebling am Mittwoch im 18. DFB-Einsatz sehen werden, ist aber noch nicht sicher. Neun Monate fehlte er verletzt im DFB-Aufgebot. In der Sommerpause wurde ein Eingriff an den Leisten vorgenommen. “Die OP ist gut verlaufen, ich bin jetzt fit“, sagte Cacau, der zum Saisonauftaktsieg des VfB gegen Schalke (3:0) am Samstag den ersten Treffer beisteuerte.

In Stuttgart ist er schon lange zu Hause - und beweist das humorvoll. Selber bezahlen wollte er sein großes Kartenkontingent nämlich nicht. “So großzügig bin ich nicht. Da bin ich doch ein bisschen Schwabe“, sagte er. Nur “Frau Cacau“ und die engsten Verwandten bekommen ihre Tickets gratis.

dpa

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