"Alles so wie es sein muss"

Klopp: Deshalb ist Bayern Titelfavorit

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Jürgen Klopp schiebt die Favoritenrolle dem FC Bayern zu.

Dortmund/München - Auch nach zwei Deutschen Meisterschaften in Folge bleibt Borussia Dortmund bescheiden. Trainer Jürgen Klopp erklärt den FC Bayern zum  Titelfavorit.  

Matthias Sammer steht für eine Siegermentalität. Für den Ex-Nationalspieler und neuen Sport-Vorstand beim deutschen Vizemeister Bayern München zählt deshalb nur Platz eins. „Damit ist der ja schon weg, also kümmern wir uns um die anderen“, konterte Trainer Jürgen Klopp von Doublesieger Borussia Dortmund mit einem Schmunzeln, nachdem BVB-Boss Hans-Joachim Watzke einen Champions-League-Platz als Saisonziel ausgerufen hatte.

Bescheidenheit haben sie sich beim BVB trotz der schon zwei Jahre anhaltenden Dominanz im deutschen Fußball auferlegt. „Damit sind wir bisher gut gefahren, weil man auch realistisch bleiben muss“, erklärte Watzke, der eine Trotzreaktion des vermeintlich größten Konkurrenten nach drei „Vize“-Titeln in der vergangenen Saison erwartet. „Wir machen keinen Hehl daraus, wieder einen Titel gewinnen zu wollen“, ließ Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge bereits wissen.

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31 Millionen haben die Bayern investiert, um die Schale aus Dortmund zurück nach München zu holen. Eine weitere Investition von rund 25 Millionen in Europameister Javier Martinez von Athletic Bilbao ist wahrscheinlich. Der deutsche Rekordtitelträger lässt nichts unversucht, die Vorherrschaft des BVB zu brechen. „Und ich dachte, ich sei der Transfer der Saison“, flachste Sammer.

Mit Respekt verfolge er die Entwicklungen bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, mit dem er als Spieler zweimal (1995 und 1996) und als Trainer einmal (2002) Meister wurde und zudem in seiner aktiven Laufbahn mit dem BVB 1997 Champions League und Weltpokal gewann. „Doch nur wenn man auf sich selbst schaut, ist das wahre Stärke. Wir sind der FC Bayern und werden uns gegebenenfalls zu Wort melden“, sagte Sammer.

Immerhin 25,7 Millionen Euro betragen die Ausgaben der Dortmunder in ihre Verstärkungen, wobei dem „Königstransfer“ (Watzke), sprich Nationalspieler Marco Reus (17,1), besondere Bedeutung zukommt. Reus hatte sich schon im Winter für den BVB und gegen die ebenfalls interessierten Bayern entschieden.

Damit, so sehen es die Schwarz-Gelben, sei ihr Kader trotz des Abgangs von Shinji Kagawa (für 20 Millionen Euro Ablöse zu Manchester United) nicht schlechter als jener in der vergangenen Saison, in der sie die Bayern insgesamt dreimal schlugen - inklusive des 5:2 im Pokalfinale - und seit dem 18. September 2011 (1:2 in Hannover) oder 28 Liga-Spielen unbesiegt sind.

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In Dortmund setzen sie weiterhin auf Kontinuität und ihren Mut, junge Spieler zu verpflichten sowie ihren ungebrochenen Heißhunger auf Titel. „Für uns ist es immer Einsatz am Limit, das ist der Unterschied zu anderen Meistern“, stellte Klopp fest.

Die Bayern hätten wieder einmal spektakuläre Transfers getätigt, dazu den spektakulärsten Sportdirektor-Transfer der Geschichte. Es sei also „alles so wie es sein muss“, ergänzte der 45-Jährige: „Und deshalb sind sie auch Titelfavorit Nummer eins.“ Der BVB lässt keine Gelehenheit aus, die Erwartungen seiner Fans nicht in unerreichbare Höhen abdriften zu lassen.

Zumindest in der Sympathie-Tabelle stehen die Borussen schon vor dem Startschuss der 50. Saison in der Fußball-Bundesliga auf Position eins. Nach einer Studie der Technischen Universität Braunschweig über Bekanntheitsgrad und Beliebtheit der Klubs verwies der BVB dem Wirtschaftsmagazin Sponsors zufolge Rekordmeister Bayern München auf Platz zwei. Auch das soll sich ab dem Liga-Auftakt am 24. August wieder grundlegend ändern.

SID

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