Nach Löws Schmelzer-Schelte

BVB-Chef Watzke: „Kritik kontraproduktiv“

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Hans-Joachim Watzke hat Löw für seine Kritik an seinem Spieler Marcel Schmelzer gerügt.

Dortmund - Joachim Löw hat öffentlich Linksverteidiger Marcel Schmelzer kritisiert. Dessen Vorgesetzter Joachim Watzke reagierte mit Unverständnis auf die Kritik und hat auch schon Gründe für Löws Verhalten.

Mit Unverständnis hat Hans-Joachim Watzke auf Kritik von Fußball-Bundestrainer Joachim Löw an BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer reagiert. „Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, einen Spieler am Tag vor dem WM-Qualifikationsspiel schwach zu reden“, sagte der Geschäftsführer des deutschen Meisters und Pokalsiegers Borussia Dortmund am Freitag den „Ruhr Nachrichten“ (Online-Ausgabe). „Ich fand die Kritik komplett kontraproduktiv. Ich habe mich darüber geärgert und habe diesem Ärger auch deutlich Ausdruck verliehen“, ergänzte Watzke.

Watzke vermutet, dass Löw in einer angespannten Situation nicht richtig reagiert habe. „Er wird momentan von vielen Seiten attackiert und angegriffen, teilweise auch völlig unqualifiziert. Da muss man ihm zugestehen, dass er in einer Drucksituation auch mal überreagiert.“

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Löw hatte Schmelzer am Donnerstag, einen Tag vor dem WM-Qualifikationsspiel in Irland, kritisiert. „Er hat gegen Österreich kein gutes Spiel gemacht. In der Bundesliga gibt es gerade außen links ganz, ganz wenige Alternativen, und ich kann sie mir auch nicht schnitzen.“ Später hatte Löw diese Aussage allerdings abgeschwächt.

Es sei normalerweise nicht Löws Stil, Spieler öffentlich zu kritisieren, sagte Watzke. „Eigentlich ist er ja jemand, der sich vor seine Spieler stellt. Er hat sich ja am Donnerstag auch deutlich gegen die unsachliche Kritik von Uli Hoeneß an Miroslav Klose gewehrt. Wenig später macht er aber den gleichen Fehler“, sagte Watzke. Und: „Ich denke, dass es ihm leid tut.“

dpa

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