BVB-Boss: Götze geht für kein Geld der Welt!

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Mario Götze hat beim BVB noch einen Vertrag bis Juni 2014

Berlin/München - BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schließt einen Wechsel von Mario Götze kategorisch aus. Jupp Heynckes müsse alles falsch machen, um nicht mit dem FC Bayern Meister zu werden.

Der Wirbel um Jungstar Mario Götze und das angebliche Interesse diverser europäischer Topklubs am 19 Jahre alten Nationalspieler lassen Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kalt. “Wir werden bei keinem Betrag der Welt schwach“, sagte Watzke in der Sendung “Doppelpass“ auf Sport1 und schloss damit einen vorzeitigen Transfer des Mittelfeldspielers kategorisch aus. Eine finanzielle Notwendigkeit Götze zu verkaufen bestehe “definitiv nicht“.

Für Götze, der beim BVB noch einen Vertrag bis Juni 2014 besitzt, soll der FC Arsenal knapp 40 Millionen Euro geboten haben - Geld, das der Champions-League-Teilnehmer Dortmund nicht unbedingt brauche. “Es ist schon ein gutes Gefühl, ein gutes Angebot ablehnen zu können“, sagte der BVB-Geschäftsführer hinsichtlich der finanziellen Situation von Borussia.

Auch an den FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, der unlängst Interesse am BVB-Juwel geäußert hat, erteilt er eine Absage: "Er hat noch relativ lange Vertrag. Ich glaube, dass Bayern auch Arturo Vidal holen wollte. Das ist doch normal, dass Bayern München immer versucht, der Konkurrenz die besten Spieler zu nehmen. Wir stellen uns darauf ein. Uli hatte schon viele prophetische Gaben gehabt. Manchmal hat er auch danebengelegen. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir im Februar in München gespielt haben. Da hieß es – wir schlagen die mit mindestens zwei Toren Unterschied. Das hat nicht funktioniert.“

Klare Worte, denen Watzke einen weiteren süffisanten Seitenhieb folgen lässt: „Wir können uns sehr geehrt fühlen, dass sich Uli Hoeneß seit geraumer Zeit mit Borussia Dortmund beschäftigt. Das hatten wir lange Zeit nicht. Insofern ist das eine Bestätigung für unsere Arbeit. Über Mario brauchen wir nicht zu reden.

Sportlich sieht Watzke den deutschen Meister trotz der 1:2-Heimpleite gegen Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC am 5. Spieltag und des Abrutschens ins Mittelfeld der Tabelle im Soll. “Wir sind eben nicht der klassische Titelverteidiger - nicht, weil wir tiefstapeln, sondern weil wir realistisch sind“, sagte Watzke. Von den Ansprüchen her sieht der Dortmunder Geschäftsführer seinen Klub “um Platz sechs herum“. Die gestiegenen Ansprüche an die Mannschaft will Watzke deswegen ein wenig dämpfen. “Dass wir nicht in jedem Heimspiel ein Fußball-Feuerwerk abbrennen können, ist doch klar.“ Schließlich brilliere auch der deutsche Rekordmeister nicht ständig. “Der FC Bayern hat schon gefühlte 2.000 Heimspiele mit 1:0 gewonnen. Und da sagt dann jeder: Mund abputzen und weitermachen.“

Den Spitzenreiter aus München schätzt Watzke als Top-Anwärter auf den Meistertitel in dieser Spielzeit ein. “Wenn du als Trainer da nicht alles falsch machst“, sagte der 52-Jährige, “kannst du mit dieser Mannschaft nur Meister werden.“ Der Kader des 22-fachen Bundesliga-Champions sei “exzellent besetzt“. Zudem habe sich der FC Bayern “darüber hinaus ja noch verstärkt.“ Dortmund hingegen funktioniere “nur als Mannschaft. Es ist ja nicht so, dass wir über elf oder mehr überragende Einzelkönner verfügen.“

dapd

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