Löw übt Kritik an Bundesligisten

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Joachim Löw vermisst bei einigen Bundesligsten die langfristigen Strategien.

Berlin - Bundestrainer Joachim Löw hat einige Bundesligisten wegen ihrer langfristigen Strategie und vielen Trainerwechsel kritisiert. Besonders Hertha BSC kommt nicht gut weg.

„Du musst doch einen Trainer holen, der für die Vereins-Philosophie steht. Berlin holt sich drei oder vier verschiedene Philosophien in einem Jahr. Da kann man sich ausrechnen, dass das nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Diese ständigen Trainerwechsel sorgen dafür, dass am Ende nichts mehr zusammenpasst“, sagte der 52-Jährige der Bild-Zeitung (Samstagausgabe).

Er sehe bei manchen Vereinen keine Entwicklung, es würden häufig ähnliche Fehler gemacht - aufgeblähte Kader, viele mittelmäßige Spieler. Dabei gebe es Potenzial in vielen Vereinen, Freiburg zeige dies ja gerade. Diesen Mut wünsche er sich besonders bei Vereinen, die nicht die ganz großen Ambitionen hätten, sagte Löw weiter: „Mein Wunsch ist es, dass Trainer auch einen gewissen Mut haben, vorbehaltlos auf junge, gut ausgebildete Spieler zu setzen. Die sind in allen Vereinen zweifelsohne vorhanden.“

Jogi gestern, Jogi heute

Jogi gestern, Jogi heute

Zudem sei es wichtig, dass die Manager der Vereine das nötige Gespür haben. „Wichtig ist auch ein gutes Gefühl für Trainer- und Transferentscheidungen, um vor allen eine Philosophie für den Verein zu entwickeln. Das hat für mich höchste Priorität. Das ist wegweisend für viele Fragen: Für was stehen wir im Verein? Was für einen Fußball wollen wir spielen? Wie sieht unsere Nachwuchsarbeit aus?“.

sid

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