27. Bundesliga-Spieltag

Bayern als Ostermeister - und der Rest?

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Die Meisterschale wird am 27. Spieltag noch nicht vergeben, selbst wenn der FC Bayern als Titelträger feststehen würde.

Düsseldorf - Noch acht Spieltage und trotzdem kann Bayern schon zum Meister gekürt werden. Spannung garantiert der 27. Spieltag aber auch im Kampf gegen den Abstieg und um die Europapokal-Teilnahme.

Fußball-Deutschland wartet gespannt auf den ersten Ostermeister in der Bundesliga-Geschichte, doch der designierte Titelträger ist nicht in Partystimmung. Viel wichtiger als eine Meisterfeier am Osterwochenende ist für den Rekordmeister die Vorbereitung auf das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen Juventus Turin am Dienstag. „Wir müssen sofort mit der Regeneration beginnen, sowohl körperlich als auch geistig. Dann gehen wir nach Hause - und nichts weiter“, sagte Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer vor der Partie beim Hamburger SV der „Bild“-Zeitung.

Pikant an der Konstellation des möglichen frühesten Titelgewinns der Liga-Historie ist, dass Vorjahresmeister Borussia Dortmund den Bayern den Weg zum 23. Titel ebnen kann. Sollte der BVB am Samstagnachmittag beim VfB Stuttgart nicht gewinnen, können die Münchner am Abend mit einem Sieg gegen den HSV den Titelgewinn perfekt machen. Für die Stuttgarter ist das keine besondere Motivation. „Es ist eigentlich klar, wer Meister wird. Wichtiger ist, dass dies eine super Gelegenheit für uns ist, uns zu zeigen“, sagte VfB-Stürmer Vedad Ibisevic im Interview mit dem Fachmagazin „kicker“.

Sechs Teams hoffen auf Europa

Spannung garantiert der 27. Spieltag aber auch im Kampf gegen den Abstieg und um die Europapokal-Teilnahme. Sechs Teams liegen derzeit aussichtsreich im Rennen um drei sichere Europacup-Startplätze. In der Partie zwischen dem SC Freiburg (36 Punkte) und Borussia Mönchengladbach (38) treffen dabei zwei direkte Konkurrenten aufeinander. Der Respekt der Gladbacher, die in der Bundesliga seit elf Jahren auf einen Sieg im Breisgau warten, ist groß. „Für mich ist Freiburg in dieser Saison die Überraschungsmannschaft. Sie spielen nicht nur erfolgreichen, sondern auch sehr schönen Fußball“, meinte Borussias Sportdirektor Max Eberl.

Eintracht Frankfurt (in Fürth) und der FC Schalke 04 (gegen Hoffenheim) haben Platz vier im Visier. Dabei wollen die seit sechs Spielen sieglosen Hessen nach der Vertragsverlängerung von Trainer Armin Veh endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Die Mannschaft könnte die Entscheidung beflügeln. „Das ist das Beste, was dem Verein passieren konnte“, sagte Torjäger Alexander Meier. Auch die Schalker, die gegen Hoffenheim die ehemaligen Königsblauen Andreas Müller und Trainer Marco Kurz in der Arena begrüßen, wollen nach der 0:3-Pleite gegen Nürnberg wieder angreifen.

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Nach zwei Niederlagen in Serie steht Bayer Leverkusen bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage gerät der dritte Platz in Gefahr. Die Düsseldorfer hingegen müssen aufpassen, dass die Konkurrenz nicht weiter aufholt. Fortuna-Keeper Fabian Giefer trifft am Samstag auf seinen Ex-Club. „Wir brauchen jeden Punkt für den Klassenverbleib“, sagte der Torhüter.

Den Düsseldorfern im Nacken sitzt der FC Augsburg, der drei seiner letzten vier Spiele gewinnen konnte und sich mit einem Heimsieg gegen Hannover 96 im günstigsten Falle bis auf zwei Punkte an die Fortuna heranschleichen kann. „Die Automatismen greifen, die Erfolge stellen sich ein, wodurch die Mannschaft noch mehr an sich glaubt“, sagte Trainer Markus Weinzierl. Auch der VfL Wolfsburg will gegen den 1. FC Nürnberg einen weiteren Schritt aus der Gefahrenzone machen. Dabei trifft Trainer Dieter Hecking auf seinen ehemaligen Arbeitgeber.

dpa

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