Mieses Jubiläum für Hecking

Der Club kann in Mainz weiter nichts holen

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Der Mainzer Andreas Ivanschitz (M) schießt den Ball vorbei am Nürnberger Torwart Patrick Rakovsky ins Tor zum 2:0.

Mainz - Der FSV Mainz 05 hat seine beeindruckende Heimserie in der Bundesliga ausgebaut. Die Rheinhessen bescherten Nürnbergs Trainer Dieter Hecking ein tristes Jubiläumsspiel.

Der FSV Mainz 05 hat Dieter Hecking das Jubiläum verdorben und ist durch einen Sieg gegen seinen liebsten Gast zumindest bis Samstag auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt. Die Mainzer gewannen zum Auftakt des 11. Spieltags der Fußball-Bundesliga 2:1 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Damit feierte der FSV den sechsten Erstliga-Heimsieg gegen den Club in Serie. FCN-Coach Hecking, dessen Verein zum ersten und einzigen Mal vor acht Jahren in Mainz gewinnen konnte, bleiben somit keine guten Erinnerungen an sein 200. Bundesliga-Spiel auf der Bank.

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Nicolai Müller (12.) und der Österreicher Andreas Ivanschitz (21. ) trafen für die Mainzer, die den vierten Heimsieg in Folge verbuchten. Für die Nürnberger, die 2009 gemeinsam mit den Mainzern aufgestiegen waren, setzte es dagegen die vierte Auswärtspleite in Folge. Die Franken, für die Per Nilsson (40.) erfolgreich war, bleiben damit vorerst auf dem 14. Rang.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir haben 25, 30 Minuten in allen Belangen dominiert“, sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel: „Dann haben wir einen Gang zurück geschaltet und Nürnberg erlaubt, ins Spiel zu kommen. In der zweiten Halbzeit waren wir dem Tor näher, daher ist der Sieg auch verdient.“

Die 31.390 Zuschauer in der Mainzer Arena warteten zu Beginn der mit zehn Minuten Verspätung (Verkehrsprobleme) angepfiffenen Partie vergebens auf spektakuläre Offensivszenen. Die Gastgeber bestimmten zwar das Geschehen und bauten Druck auf, die Nürnberger Defensive hatte die Lage aber dennoch unter Kontrolle.

Das änderte sich allerdings in der zwölften Minute. Nach einem sehenswerten Solo schloss Müller überlegt ab. Es war der erste Saisontreffer des früheren Fürthers, der beim 1:2 am vergangenen Sonntag bei Werder Bremen schon in der 39. Minute nach zwei vergebenen Großchancen ausgewechselt worden war.

Nach dem Rückstand waren die Nürnberger, bei denen Stammtorwart und Kapitän Raphael Schäfer, Almog Cohen sowie Adam Hlousek fehlten, völlig von der Rolle. Ivanschitz nutzte die Verwirrung der Nürnberger Defensive nach Vorarbeit seines Landsmanns Julian Baumgartlinger zum zweiten Treffer. Für Ivanschitz war es bereits das dritte Saisontor. Die Gastgeber, die ohne Niko Bungert, Eric-Maxim Choupo-Moting, Heinz Müller und Marco Caligiuri auskommen mussten, hatten in dieser Phase keine Mühe mit den Gästen.

Die Nürnberger, bei denen Ersatztorhüter Patrick Rakovsky keine Schuld an den ersten beiden Gegentoren traf, verbuchten erst in der 32. Minute durch einen Weitschuss des Japaners Hiroshi Kiyotake ihre erste Chance. Nach dieser Szene wurden die Franken stärker. Das Kopfballtor des schwedischen Abwehrrecken Nilsson nach einem Freistoß Kiyotakes fiel deshalb nicht allzu überraschend.

Zu Beginn der zweiten Hälfte musste der Mainzer Innenverteidiger Bo Svensson wegen einer Wadenverletzung in der Kabine bleiben. Für Svensson kam Jan Kirchhoff in die Partie. Richtig gefordert war der neue Mann in der Defensive zunächst nicht. Dafür vergab Kirchhoff im gegnerischen Strafraum die Chance zum dritten Mainzer Treffer. Rakovsky lenkte den Kopfball des Abwehrspielers an die Latte (57.). Im Anschluss entwickelte sich über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel.

Bitter für Nürnberg: In der Schlussphase sah der bereits ausgewechselte Balitsch von der Bank aus seine 5. Gelbe Karte, der Ex-Nationalspieler ist damit im Derby gegen den FC Bayern gesperrt. Beste Spieler auf Seiten der Mainzer waren Außenverteidiger Zdenek Pospech und Kapitän Nikolce Noveski. Bei den Nürnbergern konnten Kiyotake und Timo Gebhart überzeugen.

SID

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