Bundesliga-Radiorechte: ARD muss weiter bangen

Frankfurt/Main - Die ARD muss weiter um ihre Hörfunk-Berichterstattung bangen. In der ersten Runde der Ausschreibung der Bundesliga-Audiorechte durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat sich kein Bieter durchgesetzt.

Die Rechte für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 müssen nun in einem zweiten Verfahren vergeben werden. Eine Entscheidung soll bis Ende März fallen.

Die populäre Samstagskonferenz mit bis zu acht Millionen Zuhörern könnte damit bald der Vergangenheit angehören. Bereits vor der ersten Bieterrunde hatte die DFL von ernstzunehmender Konkurrenz für die ARD gesprochen. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte allerdings angekündigt, an der bisherigen Form der Berichterstattung festhalten zu wollen. Auch die Internet-Audiorechte, die derzeit von 90elf gehalten werden, können neu erworben werden.

Derzeit nimmt die DFL rund sieben Millionen Euro pro Saison für die gesamten Audiorechte ein, die ARD soll davon angeblich rund 6,5 Millionen Euro zahlen. Die DFL erwartet zukünftig einen Erlös in etwa gleicher Höhe. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Verband wie bei den TV-Rechten über diesen Zeitraum (von 412 auf 628 Millionen Euro pro Saison) mit einem deutlichen Einnahme-Plus rechnen kann.

Konkret schreibt die DFL drei Pakete aus. Im ersten Paket geht es um den UKW-Hörfunk, der zeitglich auch im Internet und im Digitalradio (DAB+) verbreitet werden kann. In diesem Paket, auf welches derzeit die ARD zurückgreift, sind lange Reportagen von den Partien und die Konferenz vorgesehen.

Im zweiten Paket geht es um den Empfang über Internet und mobile Geräte (Smartphones, Tablet-Rechner). Dieses Paket enthält die komplette Übertragung der Spiele und die Möglichkeit der Konferenz. In einem dritten Paket können sich die Ersteigerer des ersten oder des zweiten Pakets weitere Rechte wie Interview-Möglichkeiten sichern.

sid

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