Rückschlag für St. Pauli

Zehn FSV-Spieler siegen gegen Dynamo

+
Die Frankfurter bejubeln ihren Treffer zum 3:1

Hamburg - In Unterzahl hat der FSV Frankfurt im Kellerduell Dynamo Dresden bezwungen. Der FC St. Pauli musste im Kampf um einen Platz unter den ersten Drei einen Rückschlag hinnehmen.

In Unterzahl hat der FSV Frankfurt in der 2. Bundesliga beim 3:2 (0:1) gegen Dynamo Dresden im Duell der „Kellerkinder“ einen Sieg gelandet gerettet. Denis Epstein (83.) per Foulelfmeter und Alexander Huber (87.) erzielten die entscheidenden Tore für die Gastgeber.

Nach der Notbremse von Joan Oumari (9.) und der daraus resultierenden Roten Karte gingen die Sachsen durch den Italiener Vincenzo Grifo per Freistoß in Führung (11.). Der Albaner Edmond Kapllani (54.) markierte den 1:1-Ausgleich für die Hessen. Sebastian Schuppan (89.) gelang noch das Anschlusstor.

„Wir haben in Unterzahl spielen müssen und trotzdem in der zweiten Halbzeit mehr Mut gezeigt“, sagte Kapllani bei Sky. Dynamo-Coach Olaf Janßen meinte: „Wir haben die bitterste Pille schlucken müssen.“

Der FSV feierte nach zuletzt vier Heimspielen ohne Sieg wieder einen Dreier und vergrößerte den Abstand auf Dresden auf fünf Zähler. Dynamo blieb trotz der Führung und der nummerischen Überlegenheit zum fünften Mal in Serie ohne Dreier. Dresden wartet zudem weiterhin auf einen Sieg beim FSV.

Beim Platzverweis hatte der Schiedsrichter das Einsteigen von Oumari gegen Mickael Pote als Notbremse gewertet. Vorausgegangen war das Zuspiel von Idir Ouali. Den folgenden Freistoß nutzte dann Grifo aus 17 Metern.

Beim Ausgleichstreffer war der Finne Joni Kauko als Vorbereiter beteiligt. Mit einem gefühlvollen Heber war Kapllani aus 20 Metern erfolgreich. In der Schlussphase drehten die Frankfurter auf und kamen noch zum Sieg.

Die besten Spieler hatte der FSV in Michael Görlitz und Kapllani. Bei den Sachsen gefielen vor allem Kapitän Romain Bregerie und Ouali.

Herber Rückschlag für St. Pauli

Im Duell der Ex-Bundesligisten musste sich St. Pauli am Millerntor gegen den VfL Bochum mit 0:1(0:1) geschlagen geben.

Der Isländer Holmar Örn Eyjolfsson (12.) traf auf Vorarbeit des Japaners Yusuke Tasaka zum Siegtor für die Gäste. St. Pauli blieb im dritten Spiel in Folge ohne Sieg, während die Westfalen nach fünf Spielen wieder einen Dreier landeten.

„Der Sieg ist außergewöhnlich. Wir haben eine gute Antwort gegeben, wir haben mit Leidenschaft gezeigt, dass eine ganze Menge in der Mannschaft steckt“, sagte VfL-Coach Peter Neururer bei Sky.

Trotz der jüngsten Negativserie präsentierte sich der VfL überraschend selbstbewusst. Nach dem Führungstor bestimmten die Bochumer sogar das Geschehen und gefielen durch einige schöne Kombinationen. Später spielten die Gäste auf Konter.

Die St. Paulianer wirkten hingegen von Beginn total verunsichert, nachdem zuletzt schon zwei Heimspiele verloren gegangen waren. Dabei war der Millerntor-Elf kein Tor gelungen. Bochum unterstrich seine jüngste Auswärtsstärke, denn in den letzten fünf Spielen gab es keine Niederlage.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Die Bestnoten bei den Gastgebern verdienten sich Markus Thorandt und Sören Gonther. Aufseiten der Bochumern gefielen vor allem Marcel Maltritz und Patrick Fabian.

SID

Kommentare