Fans fiebern Jubiläumssaison entgegen

Bundesliga: Dauerkarten-Hoch hält an

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Die Fans der Bundesligisten (Foto: Dortmund-Fans bei der Mesiterfeier im Mai) sind heiß auf die neue Saison.

Düsseldorf - Die Fußball-Bundesliga boomt auch im Olympia- und EM-Jahr: Für die anstehende 50. Saison sind schon fast eine halbe Million Dauerkarten verkauft - rekordverdächtig.

Schon 50 Jahre alt, doch die Attraktivität der Bundesliga ist ungebrochen. In der Zuschauergunst ist die höchste Fußball-Spielklasse auch im Olympia-Jahr der Deutschen liebstes Kind. Für die in 18 Tagen beginnende Jubiläumssaison haben die 18 Bundesliga-Vereine nach eigenen Angaben schon 480 595 Dauerkarten verkauft. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Damit bewegt sich das Premiumprodukt ziemlich exakt auf dem Rekordniveau des Vorjahres, als zum vergleichbaren Zeitpunkt 480 835 Abos abgesetzt wurden.

Weder das Halbfinal-Aus der deutschen Nationalelf gegen Italien bei der EM in Polen und der Ukraine, noch die von zahlreichen Clubs angehobenen Preise können den anhaltenden Bundesliga-Boom stoppen. Im Durchschnitt hat jeder Verein bereits vor dem Verkauf von Tageskarten 26 700 Plätze besetzt.

Meister Dortmund führt Rangliste an

Wie in den vergangenen Jahren führt Double-Sieger Borussia Dortmund die Liste mit 54 000 Jahrestickets vor dem Revierrivalen FC Schalke 04 (43 195) und Rekordchampion Bayern München (38 000) an. Das sportliche Top-Trio der Vorsaison hat den Verkauf ebenso eingestellt wie viele andere Clubs. Die zur Verfügung stehenden Kontingente waren ruckzuck vergriffen.

Verständlicherweise riesengroß ist die Aufstiegseuphorie bei Fortuna Düsseldorf nach 15 Jahren Bundesliga-Abstinenz. Mit 31 000 verkauften Jahresabonnement katapultierten sich die Rheinländer mit ihrem Vereinsrekord auf Platz vier. "Dass wir so viele Dauerkarten abgesetzt haben, ist sensationell. Damit haben wir nicht gerechnet", sagte Düsseldorfs Vorstandsmitglied Sven Mühlenbeck.

Aufsteiger freuen sich auf volle Stadien

Der Verkauf in Düsseldorf wurde ebenso eingestellt wie beim Rückkehrer Eintracht Frankfurt (26 000) und Liga-Neuling SpVgg Greuther Fürth (13 000), der freilich über ein viel kleineres Stadion als die Konkurrenz verfügt. Das gilt auch für den SC Freiburg, der aktuell 13 400 Jahreskarten für seine Heimspiele an den Mann oder die Frau gebracht hat. "Das sind rund 1000 Abos mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr", sagt SC-Sprecher Andrew Kraft.

Nur geringfügig schlechter als letzte Saison läuft es bei 1899 Hoffenheim (16 500/Vorjahr 18 000) und Bayer Leverkusen (18 500/ 19 000). "Der Rekord im Vorjahr war sicher auch der Champions-League-Teilnahme geschuldet", erklärte Bayer-Sprecher Meinolf Sprink. Hoffenheims Geschäftsführer Frank Briel ist absolut zufrieden: "Die Ersteuphorie nach dem Bundesliga-Aufstieg, als wir 20 000 Dauerkarten verkauften, hat sich auf einem stabilen Niveau eingependelt. Wir dürfen nicht so vermessen sein zu glauben, dass wir jedes Jahr neue Rekorde schreiben."

dpa

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