Bochum-Spieler von Dresden-Ordner gewürgt

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Bochums Holmar Örn Eyjolfsson (l.) sah gegen Dresden die Rote Karte.

Dresden - Ein brisanter Vorfall nach dem Zweitliga-Duell Dynamo Dresden gegen den VfL Bochum (0:3) beschäftigt die Verantwortlichen beider Vereine.

Nach Aussagen von VfL-Manager und Sportvorstand Jens Todt sowie VfL-Sprecher Christian Schönhals soll Bochums Profi Holmar Örn Eyjolfsson von einem Ordner tätlich angegriffen worden sein. Der zuvor des Feldes verwiesene Eyjolfsson habe nach dem Abpfiff die Mauer von der Tribüne zum Innenraum übersprungen, um mit seinen Teamkollegen den Auswärtssieg zu feiern. Ordner hätten ihn daraufhin festgehalten, einer habe ihn gewürgt. Dies hatte zuvor bereits die „Bild am Sonntag“ berichtet.

„Wenn man das Gefühl haben muss, dass ein Spieler vor einem Ordner geschützt werden muss, ist etwas grundsätzlich schief gelaufen“, sagte Todt am Sonntag auf dpa-Nachfrage. Schönhals ergänzte: „Ordner sind dazu da, deeskalierend zu wirken. Das war aber sehr aggressiv.“

Von Dynamo Dresden war keine Stellungnahme zu bekommen. Die Verantwortlichen wollten sich zunächst mit den Beteiligten besprechen. Zu klären ist, ob Eyjolfsson als Teammitglied des VfL Bochum auszumachen war oder ihn die Ordner für einen enttäuschten Fan hielten. Schönhals betonte: „Er war klar als VfL-Spieler zu erkennen“, da er einen Wintermantel des Zweitligisten getragen habe.

dpa

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