Alles schaut nach Leverkusen

Spieltag im Schatten des Verfolgerduells

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Sascha Lewandowski (l.) und Sami Hypiää wollen mit Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund bestehen.

München - Zum Ende der Transferperiode haben einige Clubs ihre Kader noch einmal aufgerüstet. Vor allem im Tabellenkeller ging es hoch her. Der Verfolger-Gipfel in Leverkusen beschließt den Spieltag am Sonntag.

Profitiert der FC Bayern München von weiteren Punktverlusten der Konkurrenz oder kann der Sieger des Verfolger-Gipfels noch einmal angreifen? Am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga steht das Duell zwischen dem Tabellenzweiten Bayer Leverkusen (37 Punkte) und dem -dritten Borussia Dortmund (36) im Blickpunkt. Im Abstiegskampf sorgte 1899 Hoffenheim für Aufsehen. Der Tabellenvorletzte investierte fast zehn Millionen Euro in neue Spieler und verbannte Torhüter Tim Wiese zunächst einmal ins zweite Glied. Der Fürther Coach Mike Büskens kehrt erstmals zu seinem Ex-Club Schalke 04 zurück.

„Natürlich haben wir alle Motivation dieser Welt, gegen Dortmund zu gewinnen“, sagte Bayer-Coach Sascha Lewandowski vor dem Hit am Sonntag (17.30 Uhr) in der BayArena. Zumal sein Team aus den letzten elf Spielen gegen Dortmund nur einen Sieg schaffte, auch im Hinspiel gab es ein klares 3:0 für den Meister. Die Borussia will mit drei Siegen in Serie Platz zwei erobern. „Ich hoffe, dass wir das schaffen. Aber Leverkusen ist ein Gegner auf Augenhöhe“, sagte BVB-Profi Jakub Blaszczykowski im „kicker“-Interview.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes wird in der Partie bei den starken Mainzern auf seine zuletzt bewährte Formation zurückgreifen. Der auswärts noch unbesiegte Tabellenführer reist aber mit großem Respekt zu den Rheinhessen, wo zwei der letzten drei Duelle verloren gingen. Das Verfolger-Duell am Sonntag interessiert den Bayern-Coach nur am Rande. „Wir sind gut beraten, uns erst mal 100-prozentig auf Mainz zu konzentrieren. Alles andere lassen wir auf uns zukommen. Wichtig ist, dass wir möglichst weiter siegen“, sagte Heynckes am Freitag.

Turbulente Zeiten herrschen derzeit in Hoffenheim. Mit sechs neuen Spielern für etwa zehn Millionen Euro wollen die Kraichgauer aus der Krise kommen. Dabei ist die Hilfe von Ex-Nationaltorwart Tim Wiese derzeit nicht gefragt, in Heurelho Gomes wurde ein neuer Keeper verpflichtet. Manager Andreas Müller meint, dass der Druck für Wiese zu groß sei. „Tim ist in der jetzigen Situation chancenlos. Das kann er nicht leisten.“ Hoffnungen auf ihr Startelf-Debüt gegen den SC Freiburg dürfen sich Eugen Polanski und Igor de Camargo machen.

Noch größer als in Hoffenheim sind die Sorgen beim Aufsteiger Greuther Fürth. Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation kehrt Mike Büskens als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Natürlich ist es eine besondere Situation für mich als langjährigen Schalker, aber am Samstag geht es für uns einzig und allein darum zu punkten, so schwer es auch werden wird“, sagte der Fürther Coach. Bei den Schalkern steht der für 1,5 Millionen Euro ausgeliehene Michel Bastos vor seinem Debüt in der Revierelf. „Er hat in den ersten Trainingseinheiten bei uns einen extrem guten Eindruck hinterlassen“, befand Schalkes Trainer Jens Keller.

Die mit vier Punkten gut aus der Winterpause gestarteten Augsburger wollen ihre Aufholjagd beim VfL Wolfsburg fortsetzen. Mit einem Erfolg könnte die Elf von Trainer Markus Weinzierl den Rückstand zum rettenden Ufer im Idealfall auf sechs Punkte verkürzen. „Wir fahren mit einer positiven Grundstimmung nach Wolfsburg. Die Mannschaft hat Selbstvertrauen“, meinte der FCA-Coach, der in Somen Tchoyi von West Bromwich Albion über eine weitere neue Offensivkraft verfügen kann.

dpa

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